Die vierte Mannschaft hatte zum Auftakt in der Bezirksliga Ost zur Premiere auswärts beim SC Sonnen anzutreten.
Der erste Brettpunkt war vom Start weg sicher, da die Gastgeber Brett 8 unbesetzt ließen – Simon Hanauer hatte unverhofft frei und kampflos gewonnen.
Den ersten „erspielten“ Brettpunkt gab es an Brett 7 für Marcel Sinn gegen Rudolf Raab, der bereits früh in der Partie einen furiosen Mattangriff aus dem Hut bzw. aus der Stellung zauberte und damit erfolgreich war.
Nicht selbst einen Mattangriff inszenierte Marco Krautloher gegen Michael Angerer an Brett 3, sondern er geriet im Mittelspiel in nachteilige und passive Stellung und sah sich schließlich selbst einem Mattangriff ausgesetzt, den er nicht mehr abwehren konnte – der Anschluss für Sonnen.
Den Ausgleich musste an Brett 2 Egwin Schreiber gegen Lukas Angerer hinnehmen. Hier ein ähnliches Bild: Angerer eröffnete einen Bauernsturm am Königsflügel auf Schreibers Monarchen. Schreiber fand dagegen keine Verteidigung und strich die Segel.
Die erneute Führung für Deggendorf erzielte Simon Staudinger an Brett 1 gegen Tobias Wimberger. Auch hier war das Thema der Partie ein Mattangriff – allerdings ein fehlgeschlagener: Wimberger bot im frühen Mittelspiel ein Läuferopfer an, in dem Glauben, im Fall der Annahme des Opfers ein undeckbares Matt zu haben. Nach einem schlichten Räumungszug, damit Staudingers Monarch ein Fluchtfeld hatte, musste Wimberger aber feststellen, dass der Angriff nicht weiterging. Mit der Minusfigur war dann die Partie nicht zu halten.
Der erneute Ausgleich für Sonnen fiel an Brett 6. Christian Dobler geriet gegen Alexander Kasberger in eine sehr komplizierte Stellung, in der er zwar eine Mehrfigur hatte, jedoch dafür Bauern hergeben musste und seine Figuren nicht richtig koordinieren konnte. In dieser Stellung tat sich Kasberger leichter und der Punkt ging nach Sonnen.
Die letzten beiden Bretter waren die Bretter der verpassten Chancen: An Brett 5 erspielte sich Robert Haselbeck gegen Thomas Raab eine vorteilhafte Stellung, da er besser koordinierte Figuren hatte und auch die bessere Bauernstruktur. Dies mündete in ein Turmendspiel mit Mehrbauern, in dem Haselbeck wohl einen Gewinnweg hatte, diesen aber nicht fand und mit Remis zufrieden sein musste – 3,5- 3,5.
Damit wurde die Partie an Brett 4 zwischen Dr. Henner Kropp und Dieter Angerer zum Zünglein an der Waage. Die Partie geriet in eine sehr scharfe Stellung. Beide Seiten spielten auf Mattangriff am selben Flügel, was zu Verwicklungen führte. Aus diesen Verwicklungen verblieb Angerer mit einer Mehrfigur, Kropp mit einem weit vorgerückten Freibauern. Objektiv war die Stellung wohl für Angerer gewonnen, doch er fand keinen Weg, diesen Vorteil zu verwerten und bot schließlich Remis an. Dieses nahm Kropp an, womit der Wettkampf insgesamt 4-4 endete.