Am 06. Januar 2024 fand im Café Hinkofer in Viechtach das traditionelle Dreikönigsschnellschachturnier des SC Gardez Viechtach statt. Dem SC Gardez Viechtach gebührt an dieser Stelle ein Dank für die Ausrichtung dieses Turniers, das alljährlich in einem sehr angenehmen Rahmen und einer großartigen Atmosphäre stattfindet. Gespielt wurden sieben Runden mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten je Spieler. Das 27-köpfige Teilnehmerfeld bestand neben zwei Deggendorfern, Ludwig Bielmeier und Simon Staudinger, aus Mitgliedern des SC Gardez Viechtach, einigen vereinslosen Ortsansässigen, Spielern des Nachbarvereins SC Bayerwald Regen/Zwiesel und Vertretern des SC Bad Kötzting aus der Oberpfalz.
Für Simon Staudinger verlief das Turnier zufriedenstellend. Nach zwei Siegen gegen Lokalmatadore (Markus Heigl und Jonas Kopp) folgten zwei Niederlagen gegen Wolfgang Mühlbauer (Bad Kötzting) und gegen Ludwig Bielmeier, womit er aus dem Rennen um den Turniersieg raus war. Mit zwei Siegen gegen Ludwig Haydn (Bayerwald Regen) und Christian Gogeissl (Bad Kötzting) sowie einem Remis gegen Hans-Rainer Mühlbauer (Bad Kötzting) in Runde 6 standen am Ende 4,5 Punkte aus 7 Partien und Platz 6 zu Buche.
Für Ludwig Bielmeier geriet das Turnier zu einer nahtlosen Fortsetzung seiner guten Leistung und Form beim Kelheimer Weihnachtsopen. Zwei Auftaktsiege gegen die durchaus starken Laszlo Nagy (Bayerwald Regen) und Hans-Rainer Mühlbauer (Bad Kötzting) legten den Grundstein. In Runde 3 gab er sich mit einem Remis gegen den späteren viertplatzierten Stanislav Gschwendtner (Bayerwald Regen) zufrieden. In Runde 4 kam es dann zur mittlerweile unzählbaren x. Auflage der vereinsinternen Paarung Staudinger gegen Bielmeier. Mit Schwarz baute sich Ludwig solide auf. Simon vermochte keinen Druck zu entwickeln, leistete sich dann mangels Plan Fehler, verlor Material und die Partie. In Runde 5 besiegte Ludwig mit dem späteren Drittplatzierten Wolfgang Mühlbauer (Bad Kötzting) einen der Mitfavoriten auf den Turniersieg. In Runde 6 kam es dann zum vorgezogenen Endspiel mit dem punktgleichen Eduard Graf (SC Bad Kötzting). Auch hier kam Ludwig mit der Eröffnung hervorragend zurecht, entwickelte Druck im Mittelspiel und erzwang den Gewinn eines Bauern. Dieser Mehrbauer erwies sich dann im Läuferendspiel leider als nicht zum Sieg verwertbar. Damit fiel die Entscheidung über den Turniersieg in Runde 7 in einem Fernduell. Ludwig bekam den für seine Wertungszahl erstaunlich stark aufspielenden Jonas Kopp (Gardez Viechtach), während sich Eduard Graf mit Stanislav Gschwendtner messen musste. Auch in dieser Partie geriet Ludwig nie in Probleme, erzwang mit Schwarz eine starke Druckstellung, gewann Material – und erhielt den Druck trotzdem aufrecht. Kopp blieb schließlich nichts anderes übrig, als zum Sieg zu gratulieren. Damit war klar, dass Ludwig die 2024-Auflage des Dreikönigsturniers ungeschlagen mit 6 Punkten aus 7 Partien gewonnen hatte, denn zuvor hatte Eduard Graf es nicht vermocht, die Stellung von Stanislav Gschwendtner zu knacken und musste sich – dennoch auch ungeschlagen – mit einem Remis, 5,5 Punkten und Platz 2 zufriedengeben. Herzlichen Glückwunsch, Ludwig!