07.02.2016 Bericht von Franz Schmidbauer
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Über die 6. Runde der Schachmannschaften in den Schachligen

Schachverein Deggendorf im gesicherten Mittelfeld

In der 6.Runde der Bayerischen Mannschaftsmeisterschaften, Landesliga Süd, reisten die Schachspieler der Deggendorfer Ersten zum Schachclub in Garching. Die Münchener Vorstädter verfügen mit acht Erwachsenenmannschaften und einigen Jugendmannschaften über ein äußerst breites Spielerpontential, so dass es nicht überraschte, dass an den hinteren Brettern den Donaustädtern vom Rating her deutlich stärkere Gegner gegenüber saßen.

So geriet der sonst mit seiner Reti-Eröffnung so sicher agierende Ludwig Bielmeier an Brett 7 in einen verheerenden Königsangriff, der ihn zur Aufgabe zwang. Postwendend konnte allerdings Mannschaftsführer Hubert Firlbeck an Brett 5 wieder ausgleichen. Im Londoner System des Damebauernspiels kam er vorteilhaft aus der Eröffnung und konnte seinem Gegner in gegenseitiger Zeitnot durch einen taktischen Schlag ein verlorenes Endspiel verpassen. An Brett 3 wählte Großmeister Alexander Delchev die geschlossene Variante der Spanischen Eröffnung. Sein Garchinger Gegenüber überschritt im 37. Zug die Bedenkzeit in einer Stellung, in der es eigentlich keine allzu großen Probleme zu lösen galt. Auch an Brett 4 fand sich Andreas Kraus im Londoner System, verlor im Mittelspiel die Qualität und konnte diesen Nachteil nicht mehr ausgleichen. An Brett 1 ließ Großmeister Nikola Sedlak in der Torre – Eröffnung seinem Gegner wenig Luft, sicherte sich im 18. Zug die Qualität und das bessere Spiel, konnte den Garchinger allerdings erst nach weiteren 58 Zügen zur Aufgabe bewegen. Petar Krstic gelang es an Brett 3 nach einer Fehleinschätzung seines Gegenspielers ein klar vorteilhaftes Bauernendspiel zu erreichen und durch saubere Technik zum Sieg zu führen. An Brett 8 musste sich Franz Haselbeck mit Schwarz gegen seine von ihm mit Weiß bevorzugte Eröffnung mit dem Königspringer behaupten. Im Mittelspiel war er gezwungen, eine Leichtfigur für zwei Bauern zu geben und im weiteren Spielverlauf zeigte sich, dass es dafür keine Kompensation gab. Beim Stand von 4 : 3 für Deggendorf musste das letzte noch laufende Spiel über Sieg oder Unentschieden die Entscheidung bringen. An Brett 6 hatte Dr. Johannes Grabmeier in einer wilden Variante der Benoni – Eröffnung ein etwas schlechter stehendes Endspiel mit allerdings sehr guten Remischancen erreicht. Leider verlor er in der beginnenden Zeitnot die Übersicht und musste die Niederlage doch noch akzeptieren. Endstand 4 : 4. Damit belegt momentan Deggendorfs Erste den 4.Platz in der Landesliga Süd

Die Zweite des Schachvereins empfing zu Hause die Zweite des SV Röhrnbach. An der starken Mannschaftsaufstellung der Waldler konnte man schon ablesen, dass sie keinesfalls gewillt waren, die Rolle des Punktelieferanten zu spielen. An den ersten vier Brettern saßen Spieler mit Landesligaerfahrung. An Brett 6 konnte Christian Stutzkes Gegner durch ein Figurenopfer ein Dauerschach erreichen. Lothar Rader an Brett 8 war es vorbehalten, mit einem durchschlagenden Königsangriff die Führung zu übernehmen. An Brett 5 hatte Mannschaftsführer Franz Schmidbauer eine schöne Angriffsstellung herausgearbeitet, schenkte aber der drohenden Gefahr des Springerfangs durch den Röhrnbacher keine Beachtung, bis es zu spät war. Trotz Figurenverlust konnte der Deggendorfer in der beginnenden Zeitnotphase dem Röhrnbacher noch solche Probleme bereiten, dass dieser den Faden verlor und er den konsternierten Gegner noch matt setzte. Ein sehr glücklicher Sieg! Am zweiten Brett setzte Bernd Bauer den Röhrnbacher in der Caro-Kann- Verteidigung gewaltig unter Druck. Was er aber auch versuchte, der Schwarze fand immer die beste Verteidigung und so endete das Spiel im Remis. An Brett 5 ergab sich eine Paarung von starken niederbayerischen Nachwuchsspielern. Dabei wich Thomas Weiß der sizilianischen Verteidigung seines Gegners und es ergab sich ein Läuferendspiel, dass keine mehr gewinnen konnte. An Brett 7 antwortete Helmut Ertl auf den Doppelschritt des weißen Bauern mit einem slawischen Damengambit. Dabei spielte sich das Hauptgeschehen am Damenflügel ab. Der Weiße konnte einen zu weit vorgerückten schwarzen Bauern gewinnen und letztlich das Turmendspiel für sich entscheiden. Am ersten Brett konnte Michael Bacholke in der königsindischen Verteidigung lange dem Druck des starken Jugendspielers Philipp Swoboda standhalten. Im Leichtfigurenendspiel verlor er aber einen Bauern, was dem Waldler zum Sieg reichte. Beim Stand von 3,5 : 3,5 musste die letzte Partie von Rainer Tauber entscheiden. In einer französichen Verteidigung konnte er, etwas schlechter stehend, die Gewinnversuche des Weißen immer wieder abwehren. Nach einem schwächeren Zug des Röhrnbachers konsolidierte er seine Stellung und konnte sogar noch einen Bauern gewinnen. In Anbetracht seiner knappen Bedenkzeit bot er remis an, was der Gegner akzeptierte. Mit dem 4 : 4- Endstand konnten beide Mannschaften leben. Mit 6 : 6 Mannschaftspunkten belegt der SV 2 momentan Platz 5 in der Niederbayernliga.

Die Dritte musste in der Bezirksliga Ost beim Tabellenführer SV Schaibing antreten. Dass hier die Trauben hoch hingen, wusste man schon vorher. Einzig Mittermaier Hans und der in guter Form spielende Karl Hilmer konnten ein Remis ergattern. Alle weiteren Spiele gingen zum 7 : 1 – Endstand verloren.

In der nächsten Runde am 21. 02., 10.00 Uhr empfängt Deggendorf1 den SK Freising im Kolpinghaus. Zuschauer sind durchaus erwünscht.



 

 

30.11.2015 Bericht von Franz Schmidbauer
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Über die 3. Runde der Schachmannschaften in den Schachligen

Schachverein siegt im Niederbayernderby

In der 3.Runde der bayerischen Schachmannschaftsmeisterschaften trat der zweite niederbayerische Vertreter in der Landesliga Süd, der Schachclub Rotttal 1, gegen die ersatzgeschwächten Deggendorfer an. Großmeister Nikola Sedlak, der sonst an Brett 1sitzt, spielte für die serbische Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Island. Da auch noch Dr. Johannes Grabmeier verhindert war, musste die Zweite zwei Spieler an die Erste abgeben. Beide Ersatzleute, Thomas Weiß an Brett 8 und Bernd Bauer (Brett 7) konnten die Erwartungen erfüllen und sichere Remisen zum Mannschaftskonto beisteuern. Ludwig Bielmeier, an Brett 6 spielend, erlangte eine vorteilhafte Stellung. Eine unglückliche Aufstellung seiner Türme ermöglichte dem Gegner jedoch einen Bauernvorstoß, der eine ganze Figur kostete. An Brett 5 gewann Hubert Firlbeck trotz Zeitnot, da sein Gegner mitblitzte, dabei zwei Bauern einstellte und dann mit Turm gegen zwei Leichtfiguren nach der Zeitkontrolle auf verlorenem Posten stand. An Brett 2 gewann Petar Krstic in gewohnt sicherer Manier. Am 4. Brett konnte Andreas Krauß aus seiner zunächst gedrückten Stellung heraus den Spieß umdrehen und seinem um 300 höher im Rating stehenden Gegner ein Remis abtrotzen. Novak Cabarkapa ( Brett 3) machte die 4,5 Punkte perfekt, indem er ein Läuferopfer seines Gegenspielers in der Französischen Verteidigung als inkorrekt nachwies. Am ersten Brett beging Großmeister Alexander Delchev beim Versuch, sich aus der gedrückten Stellung durch die Schaffung von Komplikationen zu befreien, kurz vor der Zeitkontrolle einen Fehler, den der Rotttaler Martin Riediger mit einer starken Leistung geschickt ausnützte und dem Großmeister keine Chance mehr ließ. Ein knapper 4,5 :3,5 – Sieg für die Deggendorfer und Tabellenplatz im vorderen Drittel der Landesliga Süd.

Deggendorfs Zweite hatte gleichzeitig in Pfarrkirchen gegen die Rotttaler Reserve anzutreten. Aufgrund von Aufstellungsschwierigkeiten (zwei Stammspieler kämpften für die Erste) war man mit sieben Mann angereist, was bedeutete, dass die Mannschaft bereits mit einem 1: 0 – Rückstand in den Vergleich ging. Christan Stutzke an Brett 5 musste bereits frühzeitig die Qualität hergeben und auch Franz Schmidbauer an Brett 4 lehnte das Remis ab, um nach einem zweifelhaften Königsangriff die Initiative und einen Bauern einzubüßen. Hans Feichtinger an Brett 6 konnte sich aus der Umklammerung befreien und ein remisliches Endspiel herbeiführen. Auch bei Lothar Rader (Brett 8) reichte es letztlich nur zum Remis, ebenso bei Franz Haselbeck am ersten Brett. An Brett 2 landete Michael Bacholke in einem verlorenen Endspiel. Lediglich der in guter Form spielende Helmut Ertl konnte seinen Gegner besiegen. Endstand: Ein klares 5,5 : 2,5 für die Rotttaler!

Auch die Dritte des SV kämpfte mit Aufstellungsproblemen und konnte ebenfalls mit nur sieben Spielern in Aidenbach antreten. An Brett 1 gelang Hans Mittermaier ein schöner Sieg ebenso wie Karl Hilmer an Brett 4. Lediglich Haselbeck Robert konnte noch remisieren. Die übrigen Bretter gingen verloren zum 5,5 : 2,5 – Endstand für Aidenbach.

 

 

01.11.2015 Bericht von Franz Schmidbauer
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Über die 2. Runde der Schachmannschaften in den Schachligen

Schachverein nimmt Fahrt auf

In der 2.Runde der bayerischen Mannschaftsmeisterschaften musste Deggendorfs Erste gegen den Oberligaabsteiger Dillingen zum Auswärtsspiel in der Landesliga Süd antreten. Nachdem man in der 1. Runde gegen Weilheim mit 3 : 5 eine knappe Niederlage kassieren musste, war die Mannschaft in starker Aufstellung per Bahn zu den Schwaben angereist. Wegen der langen Anfahrt war der Beginn auf Wunsch des SV Deggendorf um eine Stunde verlegt worden.

Als Erster konnte Krauß Andreas (amtierender Stadtmeister) an Brett 5 gegen seinen deutlich höher eingeschätzten Gegner ein ungefährdetes Remis sichern. Bielmeier Ludwig (Brett7) gelang es dann, durch ruhiges Positionsspiel seinen Gegner auszumanövrieren und durch einen vollen Punkt die Führung zu übernehmen. Thomas Weiß von der Zweiten vertrat den verhinderten Dr. Grabmeier würdig an Brett 8 gegen die wertungsmäßig höhere einzige Dame des Dillinger Schachklubs und erkämpfte ebenfalls ein Remis. Mannschaftsführer Hubert Firlbeck steuerte ein weiteres Remis bei. An den vorderen Brettern hatten die beiden Großmeister Alexander Delchev und Nikola Sedlak vorteilhafte Endspielstellungen erreicht, die sie in meisterlicher Technik zum Sieg führten. Auch Neuzugang Novak Cabarcapa, ein erst 19jähriger Internationaler Meister, gestaltete sein Debut mit einem schönen Schwarzsieg. Petar Krstic steuerte in gewohnt sicherer Manier einen weiteren Sieg bei, sodass der Endstand mit 6,5 :1,5 für Deggendorf einer kleinen Sensation gleichkam.

Die in der Niederbayernliga spielende Deggendorfer Zweite empfing den Schachklub aus Grafenau. Nach dem 7,5 : 0.5 – Auftakt - Debakel gegen Passau 2 war bereits Feuer auf dem Deggendorfer Dach und die Mannschaft stand vor der Notwendigkeit zu punkten, um nicht von Anfang an in den Abstiegsstrudel zu geraten. Rader Lothar an Brett 8 hatte für Entwicklungsvorsprung einen Bauern geopfert, um dann feststellen zu müssen, dass der anfängliche Vorteil dahin schmolz und er sich mit Remis begnügen musste. Ebenso konnte Bacholke Michael an Brett 2 mit Weiß keinen Eröffnungsvorteil herausholen und willigte daher ins Remis ein.

 An Brett 6 war Hans Feichtinger zwischenzeitlich so unter Druck geraten, dass er seine Partie aufgeben musste. Die Grafenauer Führung war allerdings nur von kurzer Dauer, denn Mannschaftsführer Franz Schmidbauer ( Brett 5) konnte in seiner Pircverteidigung das Zentrum abriegeln und kam in der Folge zu einem durchschlagenden Königsangriff. Dem nach langer Pause wieder ans Brett zurückgekehrten Rainer Tauber gelang es dann durch sein druckvolles Läuferspiel die Führung für den SV herzustellen. Jetzt wurde es richtig spannend, denn Franz Haselbeck an Brett 1 hatte sich gerade eine vielversprechende Gewinnstellung erarbeitet, als er durch eine Unachtsamkeit einen wichtigen Bauern verlor und der Sieg plötzlich in Frage gestellt war. Ertl Helmut (Brett 7) musste in seinem remislichen Turmendspiel die weitere Entwicklung an Brett 1abwarten, bis er das Remisangebot seines Gegners annehmen durfte. Haselbeck konnte dann doch noch trotz dreier feindlicher Freibauern am Damenflügel das Spiel zu seinen Gunsten entscheiden. Auch Bauer Bernd am dritten Brett bestrafte zu guter Letzt die ungenaue Endspielbehandlung seines Gegners, sodass der Endstand 5,5 : 2,5 für Deggendorf 2 lautete.

Eine knappe 3,5 : 4,5 - Niederlage musste Deggendorf 3 ( eine Mischung von alten Haudegen und jungem Nachwuchs) gegen Bayerwald 2 in der Bezirksliga Ost quittieren. Schreiber Egwin landete an Brett 2 einen schönen Sieg gegen einen deutlich höher gewerteten Gegner. Mittermaier Hans, Hilmer Karl und Veitl Rudi remisierten und Weißig Kersten steuerte noch einen Sieg bei.

Am kommenden Sonntag um 10.00 Uhr (14.11.2015) bestreitet der Schachverein zuhause im Kolpinghaus das Lokalderby gegen Rotttal1.

Zuschauer und Freunde des königlichen Spiels sind willkommen.

 

 

 

 

28.04.2015 Bericht von Franz Schmidbauer
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Über die 9. Runde der Schachmannschaften in den Schachligen

Schachverein Deggendorf beendet Saison erfolgreich

In der letzten Runde der bayerischen Mannschaftsmeisterschaften im Schach musste die Deggendorfer Erste beim stark abstiegsbedrohten SK Ingolstadt antreten. Obwohl die Niederbayern drei Spieler ersetzen mussten, konnten neben den Großmeistern Nikola Sedlak und Alexander Delchev auch Nachwuchstalent Thomas Weiß an Brett 8 gegen den deutlich stärker eingeschätzten Ingolstädter eine klaren Sieg mit Schwarz in der Skandinavischen Verteidigung für sich buchen. An Brett 5 gelang es Ludwig Bielmeier in seinem bewährten Reti – System eine vorteilhafte Position zum Sieg zu führen. Petar Krstic musste sich im Wolgagambit seines Gegners dieses Mal mit einem Remis begnügen. Lediglich Andreas Krauß (Brett 6), der es mit dem nominell stärksten Audistädter zu tun hatte , Dr. Johannes Grabmeier, der im Zeitnotduell seine gute Stellung verdarb und Günther Dörfler, der nach langer Spielpause bereitwillig dem SV aus dem personellen Engpass half, mussten Niederlagen akzeptieren. Endstand 4,5 : 3,5 für Deggendorf. Mit 11 : 9 Punkten belegte der SV als Neuling in der Landesliga Süd einen sehr guten 2.- 4. Platz .Wie eng die Leistungsdichte in dieser Liga ist, zeigt, dass der Meister und Aufsteiger SK München Südost lediglich einen Mannschaftspunkt mehr aufweist als der SV und vier Begegnungen in der letzten Runde das knappe Ergebnis von 4,5 : 3,5 aufwiesen.

Die Abschluß-Tabelle der Landesliga-Süd.

Leider wurde durch den Stichkampf um den Abstieg aus der zweiten Bundesliga zwischen der SG Leipzig und dem TSV Wacker Neutraubling, der 5 : 3 endete, eine Abwärtsspirale in den nachfolgenden Ligen in Gang gesetzt, die vor allem für niederbayerische Vereine negative Konsequenzen brachte. So mussten auch noch unerwartet der SV Röhrnbach aus der Landesliga Süd sowie der SK Landshut und der SC Bayerwald Regen/ Zwiesel aus der Regionalliga Südost in den sauren Apfel des Abstiegs beißen, schwere Gegner mit Regionalligaerfahrung für die Deggendorfer Zweite in der nächsten Saison der Niederbayernliga.

Diese hatte es in der letzten Runde mit der Mannschaft der JVA Straubing zu tun. Der Aufsteiger aus der Bezirksliga West hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Pluspunkt auf dem Konto. Nachdem die Deggendorfer durch den Eingangsbereich geschleust wurden und über das Verhalten gegenüber den Strafgefangenen belehrt wurden, konnten sie in mustergültig angenehmer Turnieratmosphäre ans Werk gehen. Zuerst nützte Mannschaftsführer Franz Schmidbauer an Brett 4 die passive Spielweise seines Gegners zum Punktgewinn. Helmut Ertl gewann an Brett 7 ebenfalls sicher. Dann folgten Hans Feichtinger ( Brett 5) und Franz Haselbeck (Brett 1) sodass es bereits nach ca. dreistündiger Spielzeit 4 : 0 für Deggendorf stand. Mit seinem Remis sicherte Christian Stutzke an Brett 3 den Gesamtsieg.
Mit weiteren Gewinnpartien durch Lothar Rader und Michel Bacholke sowie einem Remis durch Georg Reisinger kam es zu einem hohen 7 : 1 – Sieg der Deggendorfer, der den SV noch auf den 3.Platz in der Niederbayernliga katapultierte.

Meister und damit aufstiegsberechtigt in die Regionalliga Südost ist die Zweite des SK Passau 1869.
Auf den Abstiegsplätzen landeten die JVA Straubing sowie der traditionsreiche Straubinger Schachclub.

Die Abschluß-Tabelle der Niederbayernliga.

Die 3. Mannschaft des SV wollte die rote Laterne in der Bezirksliga Ost an den Tabellennachbarn SC Ortenburg abgeben. Die Remisen von Hans Oberberger (Brett 3), Schreiber Egwin(Brett 6), Kersten Weißig (Brett 8) und dem in schwieriger Stellung schön heraus gespielten Sieg von Rudolf Veitl, in der Summe 2,5 Punkte, reichten nicht, das Ziel zu erreichen. Allerdings ist der Abstieg noch nicht besiegelt, da in der Liga nur 9 Mannschaften spielten und diese auf 10 aufgefüllt werden soll.

Die Abschluß-Tabelle der Bezirksliga-Ost.

 

 

 

06.04.2015 Bericht von Franz Schmidbauer
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Über die 8. Runde der Schachmannschaften in den Schachligen

 

Meisterschaftstraum des Schachvereins beendet

In der 8.Runde der bayerischen Mannschaftsmeisterschaften im Schach empfing der SV Deggendorf den Schachklub aus Freising. Auf Grund der Ausgangssituation der Deggendorfer ( punktgleich mit zwei weiteren Mannschaften an der Tabellenspitze der Landesliga Süd) machte man sich berechtigte Meisterschaftshoffnungen. Doch es sollte anders kommen. Obwohl der SV schnell mit 2 Punkten die Führung übernahm ( Großmeister Sedlak kam kampflos zum Punkt, da die Freisinger das 1. Brett frei ließen) und Großmeister Delchev seinen Gegner mit einem schönen Springeropfer außer Gefecht setzte, reichte es am Ende nicht. Petar Krstic (seit zwei Jahren unbesiegt) musste in der skandinavischen Verteidigung eine Niederlage hinnehmen. Ebenso kippte die als vorteilhaft eingeschätzte Stellung von Sofranov an Brett 4. Hubert Firlbeck konnte seine hochkomplizierte und unübersichtliche Stellung zum Remis abwickeln. Bernd Bauer (Brett 6) und Ludwig Bielmeier (Brett 7) verzeichneten jeweils leichte Vorteile, die wegen des reduzierten Materials nicht mehr zum Sieg, sondern nur zu Remisen reichten. Beim Stand von 3,5 : 3,5 hing alles an Andreas Krauß am achten Brett. Dieser hatte sich mit den weißen Steinen eine gute Stellung mit einem Freibauern herausgearbeitet. Unglücklicherweise lief sein König im Endspiel auf ein Feld, das seinem Gegner eine Bauerngabel ermöglichte, die zum Springer- und Partieverlust führte. Endstand: 4,5 : 3,5 für den SK Freising.

Besser löste Deggendorfs Zweite ihre Aufgabe in der Niederbayernliga . Sie hatte den Schachclub Grafenau zu Gast. Auch die Waldler ließen das erste Brett frei, sodass Franz Haselbeck kampflos zum Punkt kam. An Brett 5 gab Franz Schmidbauer seine Partie remis, da sich zwischenzeitlich an Brett 3 (Dr. Johannes Grabmeier) und Brett 8 (Helmut Ertl) klare Gewinnstellungen abzeichneten. Am siebten Brett hatte Lothar Rader einen zweiten Bauern verloren und musste das Endspiel aufgeben. Ebenso erging es Christian Stutzke, der nach einem ungenauen Zug die Qualität und dann schnell die Partie verlor. Jetzt wurde es richtig spannend an Brett 2, wo Michael Bacholke in einem dramatischen Zeitnotduell seinem Gegner, der zwar Materialvorteil auf dem Brett, aber nur noch wenige Sekunden auf seiner Uhr hatte, das Remis anbot. Dieser lehnte ab und verlor einige Sekunden später durch Zeitüberschreitung. Damit stand der Deggendorfer Sieg fest und kurze Zeit später akzeptierte an Brett 6 Hans Feichtingers Gegner das Remis.

Eine nicht unerwartet hohe 6,5 : 1,5 –Niederlage erlitt die Deggendorfer Dritte gegen Röhrnbachs Zweite in der Bezirksliga Ost. Lediglich Egwin Schreiber mit seinem Sieg und Rudolf Veitl mit einem Remis konnten punkten. Nur ein Sieg gegen Ortenburg in der letzten Runde kann die Mannschaft vor dem Abstieg retten.

Schach-Runde 8 2015 im Saal des Stadthotels/Kolpingshaus

Schach-Runde 8 in Deggendorf im Saal des Stadthotels/Kolpingshaus (29.März 2015)

 

 

 

15.02.2015 Bericht von Franz Schmidbauer
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Über die 6. Runde der Schachmannschaften in den Schachligen

 

Schachverein wieder Tabellenführer

SV Deggendorf 1 bezwingt den punktgleichen Münchener SC 1 mit 5:3

In der 6.Runde der bayerischen Mannschaftsmeisterschaften im Schach empfingen die Deggendorfer Schachspieler den Münchener SC. Ein spannender Kampf war zu erwarten, denn die Isarstädter kamen als Tabellenführer zu den punktgleichen Deggendorfern. Allerdings waren die Münchener ohne ihren Spitzenmann und Großmeister Jones Gawain angereist , was vielleicht ausschlaggebend war..

An Brett 4 kam Velizar Sofranov, mit den weißen Steinen spielend, zu seinem ersten Sieg in einem schwungvollen Angriff gegen die nimzoindische Verteidigung des Münchners und brachte den SV in Führung. Der Ausgleich kam postwendend .Andreas Krauß hatte mit der Tarraschvariante der Französischen Verteidigung seines Widersachers Probleme und musste wegen eines drohenden Matts ziemlich bald aufgeben. Durch Brett 6 konnten die Männer aus der Landeshauptstadt sogar in Führung gehen, denn Bauer Bernd fehlte nach einer Abtauschkombination plötzlich die Qualität und die machte das Endspiel hoffnungslos.

 Am 2.Brett ließ Alexander Delchev nie einen Zweifel am Sieg gegen die schwierige Pircverteidigung seines Gegners. An Position 3 erreichte Petar Krstic in der englischen Eröffnung eine ausgeglichene Stellung. Seinem Kontrahenten war das offensichtlich zu wenig, denn er wich einer Zugwiederholung aus, was ihm aber letztlich zum Verhängnis wurde. Am 5.Brett erreichte Hubert Firlbeck in der sizilianischen Verteidigung ein druckvolles Spiel und konnte kurz vor der Zeitkontrolle den Münchener mit einem Grundlinien-matt bezwingen. An Brett 1 kam Großmeister Nikola Sedlak gegen Edin Pezerovic in einem Damebauernspiel nie in Schwierigkeiten und er gab die Partie in etwas besserer Stellung remis, was den Mannschaftssieg sicherstellte. Die längste Partie des Tages spielte Ludwig Bielmeier. In seiner Lieblingsverteidigung Caro Kann hatte er in der Eröffnung einen Bauern geopfert, was ihm für längere Zeit die Initiative einbrachte. Letztlich mündete sein aktives Spiel in eine Zugwiederholung , was den 5 : 3 – Endstand und damit die Tabellenführung in der Landesliga Süd für den SV Deggendorf bedeutete..

Die Erste 2015Brett 1 

 GM Nikola Sedlak

 

Brett 2

GM Alexander Delchev

 

 

 

 

 

Brett 3

Petar Krstic

 

 

zum Nachspielen ...

 

Die Zweite des SV musste zum SC Rotttal 2, wo keine leichte Aufgabe wartete, denn die Rotttaler waren ihn sehr starker Aufstellung, ca. um 140 DWZ – Punkte besser als die Deggendorfer ,angetreten. An Brett 4 kam Christian Stutzke sehr gut mit dem Damengambit zurecht, was im Ergebnis zu einer schnellen Punkteteilung führte. Dann kam es an Brett 8 zu einem kuriosen Zwischenfall, denn bei Georg Reisingers Gegner läutete das Handy, was nach dem Reglement den sofortigen Punktverlust für ihn zur Folge hatte. Am 6.Brett konnte Rader Lothar gegen seinen deutlich höher eingeschätzten Gegner Remis halten. Dr. Johannes Grabmeier, an Brett 3 spielend, unterschätzte einen Konter seines Rotttaler Gegners und musste in hoffnungsloser Stellung aufgeben, was den 2 : 2 – Zwischenstand bedeutete.

Danach remisierte Franz Haselbeck am ersten Brett in einem Läufer –Springer- Endspiel. An Brett 2 wurde Michael Bacholkes aggressive Sizilianische Verteidigung durch eine Fesselung der weißen Schwerfiguren von Erfolg gekrönt. Leider kam an Brett 5 der bisher noch ungeschlagene Franz Schmidbauer mit einer Neuerung in der Skandinavischen Verteidigung seines Gegners nicht zurecht und nach einem Fehler in bereits gedrückter Stellung musste er aufgeben. Helmut Ertl fand in seiner verrammelten Stellung, die keinem ein Eindringen zum gegnerischen König erlaubte, keinen Plan und musste ins Remis einwilligen. Endstand 4 : 4 . aus Deggendorfer Sicht durchaus ein wichtiger Punkt im Kampf um den Ligaerhalt.

In der Bezirksliga Ost reiste die Deggendorfer Dritte nach Pocking zum dortigen ESV. Erwartungsgemäß ließen sich die Pockinger die Mannschaftspunkte nicht nehmen. Bei der 5,5 : 2,5 – Niederlage konnten lediglich Schreiber Egwin mit einem Sieg sowie Johann Mittermaier, Alexander Lenhard und Weißig Kersten mit Remisen punkten.

Am nächsten Wochenende muss die Erste des SV zu den stark eingeschätzten Weilheimern mit einer Vielzahl von Fide – Meistern. Die Zweite empfängt den Tabellenzweiten TSV Geiselhöring.



 

 

18.01.2015 Bericht von Franz Schmidbauer
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Über die 5. Runde der Schachmannschaften in den Schachligen

 

Niederbayernduell endet unentschieden

In der 5.Runde der bayerischen Schachligen trafen die beiden niederbayerischen Vertreter SV Deggendorf und SV Röhrnbach in der Landesliga Süd aufeinander. Obwohl die Deggendorfer als Tabellenführer und in Bestbesetzung anreisten, reichte es letztlich nur zu einem beiderseitig verdienten 4 : 4.

An Brett 4 kam Sofranov in einer ruhigen Skandinavischen Eröffnung zu einem schnellen Remis. An Brett 8 jedoch geriet Dr. Roth in der Caro – Kann – Verteidigung bereits in der Eröffnung in Nachteil und damit übernahmen die Waldler bereits die Führung. Petar Krstic, an Brett 3 spielend, konnte jedoch bald nach der Eröffnung seinen starken Gegner Dominic Wisnet zur Kapitulation zwingen und ausgleichen. Großmeister Aleksander Delchev gelang es den König des Ex- Deggendorfers Alex Stadler in der Brettmitte festhalten und damit war dessen Schicksal besiegelt. An Brett 1 fand Großmeister Nikola Sedlak gegen den Internationalen Meister Peter Schmidt kein Angriffsrezept, mit dem Ergebnis, dass diese Partie remis endete. An Brett 7 endete die Partie zwischen Ludwig Bielmeier und Franz Schmid ebenfalls unentschieden. Am fünften Brett kippte die nach Läuferopfer leicht vorteilhafte Stellung von Hubert Firlbeck in Zeitnot, so dass nach dem 3,5 : 3,5 – Ausgleich das ganze Interesse auf das 6.Brett gerichtet war. Dort spielte sich in der sizilianischen Sweschnikov – Variante eine furiose Partie mit ganz ungleicher Materialverteilung ab. Letztlich musste sich Bernd Bauer trotz Mehrbesitz der Dame mit einem Dauer-schach zufrieden geben. Am kommenden Sonntag ist der punktgleiche SC München zu Gast beim SV und es wird die Frage entschieden, wer die Tabelle weiterhin anführen wird. Beide Mannschaften sind momentan mannschafts- und brettpunktgleich an der Tabellenspitze.

Die Deggendorfer Zweite empfing DJK SV Schaibing 1. Mannschaftsführer Franz Schmidbauer brachte in der königsindischen Verteidigung nach einem groben Schnitzer seines Gegners das Deggendorfer Team zu einer schnellen 1: 0-Führung. Dann willigte Haselbeck Franz an Brett1 in das Remisangebot seines starken Gegners Martin Heyne ein. An Brett 6 von Thomas Weiß ergab sich nach Verflüchtigung des Pulverdampfes ebenfalls eine remisliche Stellung. Anschließend konnte Stutzke Christian seinen im Mittelspiel gewonnen Mehrbauern zum Sieg verwerten. Kurz darauf kam Andreas Krauß an Brett 2 seinem Gegner Fesl Michael beim Mattangriff zuvor. An Brett 8 stellte nun Helmut Ertl den Gesamtsieg sicher indem er seine geraume Zeit schon klar vorteilhafte Stellung sicher zum Sieg führte.

Leider verlor Lothar Rader in seiner vorteilhaften Stellung den Faden und musste auch noch die Niederlage akzeptieren. Michael Bocholke an Brett 3 konnte seine beiden Mehrbauern im Läuferendspiel gegen den Turm des Schaibingers nicht zur Geltung bringen, sodass auch diese Partie remis endete. Endstand 5,5 : 2,5 für den SV Deggendorf, was der Zweiten wieder etwas Abstand zum Tabellenende verschaffte.

Die Dritte des SV hatte in der Bezirksliga Ost die Schaibinger Zweite zu Gast. Dabei konnten sich Deggendorfer durch eine knappen 4,5 : 3,5 – Sieg auf den sechsten Tabellenplatz vorarbeiten. Hans Mittermeier (kampflos), Robert Haselbeck , Alexander Lenhard und Georg Reisinger siegten und Kersten Weißig steuerte das Remis bei.

Einen erfreulichen Erfolg konnte die Deggendorfer Jugendmannschaft melden. Erst in der zurückliegenden Saison in die Niederbayernjugendliga aufgestiegen, mischt sie dennoch schon vorne mit. So musste sie am vergangenen Wochenende zum Tabellenführer nach Ergolding. An Brett 1 konnten Thomas Weiß und an Brett 3 Sebastian Köck gewinnen. Das 2 : 2 darf man als Erfolg sehen, ebenso wie den 3. Tabellenplatz

Das Bild zeigt rechts im Vordergrund Sebastian Köck, hinten Timon Weißig. Links Ergoldinger Spieler.

 

 

07.12.2014 Bericht von Franz Schmidbauer
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Über die 4. Runde der Schachmannschaften in den Schachligen

Aufsteiger SV Deggendorf ist „Herbstmeister“ in der Schach-Landesliga Süd

Nach dem dritten Sieg in Folge ist der neu in die zweithöchste bayerische Schachliga aufgestiegene SV Deggendorf alleiniger Tabellenführer in der sehr ausgeglichenen Landesliga Süd. Allein 3 Münchner Vereine sind hinter den Deggendorfer Schachspielern platziert.

Im Heimkampf gegen Unterhaching kam zunächst der für Deggendorf spielende serbische Großmeister Nikola Sedlak,
der mit seiner Mutter aus Belgrad für Weihnachtseinkäufe nach Deggendorf zum Kampf gekommen war,
über ein Remis an Brett 1 nicht hinaus.

Nach 3 Stunden hatte an Brett 8 Prof. Dr. Johannes Grabmeier in einem fulminanten Königsangriff in 22 Zügen diesen zur Strecke gebracht und die Deggendorfer gingen damit in Führung. Der erfolgreichste Deggendorfer Spieler der letzten Monate, der Serbe Petar Krstic konnte seine Siegesserie von mehr als 10 Partien in Folge nicht fortsetzen und steuerte ein weiteres Remis an Brett 3 bei,
ebenso an Brett 4 der in Wien Rechtswissenschaft studierende „Neu-Deggendorfer“ Velizar Sofranov.

Der Zwischenstand damit 2,5 zu 1,5. Während der bulgarische Großmeister Aleksander Delchev auf Brett 2
konsequent seinen Druck auf den Gegner verstärkte, was schließlich zum Qualitätsgewinn und entscheidendem Eindringen seiner Schwerfiguren in das gegenerische Lager und damit zur 3,5 : 1,5 – Führung für die Deggendorfer führte.

 Hubert Firlbeck Hubert Firlbeck

Zunächst hatte man den Eindruck, dass mit der besseren Stellung an Brett 5 von Hubert Firlbeck der Sieg schon sicher war.
In starker Zeitnot verlor dieser aber eine weitere Figur, die die ungewöhnliche Situation entstehen ließ,
dass er mit 6 Bauern mehr gegen zwei gegnerische Leichtfigur operieren musste. Da er keinen Plan fand die Mehrbauern allein mit dem König zu verteidigen, endete das Spiel mit einer überzeugenden Demonstration seines Gegners im schwierigen Mattsetzen mit Springer und Läufer.
Ludwig Bielmeier verlor an Brett 7 in dieser Phase einen Bauern und es hatte zunächst den Anschein,
dass dadurch den Deggendorfern die Felle davonschwammen. Er konnte das Blatt aber wenden, da der Bauernverlust ihm starkes Gegenspiel durch die Linienöffnung bis zum Sieg ermöglichte.

Der Gesamterfolg war dadurch den Deggendorfern nicht mehr zu nehmen. Schließlich endete auch die letzte Partie von Bernd Bauer an Brett 6 nach wechselvollem Hin- und Her im Remis. Nach der Weihnachtspause geht es dann am 18.01. zum Niederbayern-Derby nach Röhrnbach im Bayerischen Wald.

 

Die Deggendorfer Zweite reiste nach Passau zum Tabellenführer der Niederbayernliga, zur Reserve des Zweitbundesligisten.
Nachdem überraschend die Deggendorfer durch Thomas Weiß an Brett 7 in Führung gehen konnten, machte man sich im Deggendorfer Lager schon Hoffnungen. An Brett 4 konnte Michael Bacholke mit den schwarzen Steinen zwar die Initiative an sich reißen, aber es reichte nur zum Remis. In der Folge schafften die Passauer den Ausgleich durch Roland Schneider, dem Dr. Peter Roth an Brett 2 in der Caro-Cann- Verteidigung nicht mehr standhalten konnte. Noch war nichts verloren, denn an den restlichen Brettern standen die Deggendorfer nicht schlecht. Christian Stutzke willigte ins Remis ein. Haselbeck Franz, an Brett 1spielend, konnte in einem mutigen Königsangriff mit Turmopfer gegen den niederbayerischen Spitzenspieler Dr. Richard Holzer ein Remis durch Dauerschach erreichen. An Brett 6 musste Franz Schmidbauer bei reduziertem Material ebenfalls das Remis akzeptieren. Lothar Rader an Brett 8 hatte zwischenzeitlich in seinem Wolgagambit die Initiative verloren und konnte seine Stellung gegen die vorrückenden Freibauern von Josef Zboril nicht mehr verteidigen,
sodass die Passauer nun mit 4 : 3 in Führung gingen.
Zum Schluss musste auch noch Andreas Krauß dessen Gewinnversuche in einem verlorenen Bauernendspiel endeten, eine Niederlage in Kauf nehmen.

Endstand: 5 : 3 für Passau.


Die dritte Mannschaft des SV musste gegen den Schachclub in Sonnen antreten.
Die Waldler hatten sich erwartungsgemäß an den vorderen Brettern mit Spielern aus Österreich verstärkt.
Trotzdem konnten die Donaustädter an Brett 2 mit Hans Mittermaier, an Brett 3 mit Karl Hilmer und Youngster Berthold Thomas (Brett 6) gegen deutlich höher eingeschätzte Gegner gewinnen.
Kersten Weißig spielte remis.

In der Gesamtbilanz eine knappe 4,5 3,5 – Niederlage gegen die Waldler.

 

 

05.12.2014 Bericht von Franz Schmidbauer
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Über die 3. Runde der Schachmannschaften in den Schachligen

Schachverein Deggendorf siegt im Niederbayern-Derby der Landesliga Süd

Durch einen letztlich verdienten 5:3- Sieg beim SC Rottal gelang dem Aufsteiger aus der Donaustadt der zweite Sieg in Folge.

Nach einem schnellen Schwarz-Remis durch Professor Johannes Grabmeier an Brett 8 sorgte der in Topform spielende Belgrader Jurastudent Petar Krstic an Brett 3 für die Deggendorfer Führung. Er krönte seinen schwungvoll vorgetragenen Angriff mit einem schönen Figurenopfer, das die gegnerische Stellung schnell zusammenbrechen ließ.

Zwar konnten die Rottaler Spieler an Brett 4 durch einen Eröffnungsfehler des Wiener Studenten Velizar Sofranov schnell ausgleichen, aber Hubert Firlbeck an Brett 5 stellte unmittelbar darauf die Deggendorfer Führung wieder her. Ein Bauerngewinn des Rottalers erwies sich als verfehlt; Hubert Firlbeck kam zu einem sehenswerten Angriff durch ein Läuferopfer, das seinen Kontrahenten in die Knie zwang.

Es war nun den beiden Großmeistern im Dienste des SV Deggendorf vorbehalten, den Kampf zu entscheiden. Zuerst Alexander Delchev an Brett 2, dann Nikola Sedlak an Brett 1 konnten ihre Gegner nach zähem Kampf letztlich niederringen. So war der Kampf trotz der zwischenzeitlichen Niederlage durch Bernd Bauer an Brett 6 entschieden.

Den längsten Kampf des Tages lieferte Ludwig Bielmeier an Brett 7. Zwischenzeitlich klar in Nachteil geraten, krönte er seine zähe Verteidigung, in der er letztendlich in ein Turmendspiel abwickeln konnte, das remis endete.

Somit liegen die Deggendorfer Denksportler nun auf Rang zwei in der Landesliga Süd; wohin die Reise nun geht, wird sich im nächsten Heimkampf am kommenden Sonntag gegen die starken Unterhachinger zeigen.

Die Deggendorfer Zweite empfing den Regionalligaabsteiger SK Landau/ Dingolfing, der in Bestaufstellung angereist war. An Brett 2 (Andreas Krauß – Dr. Christoph Schultes), Brett 3 (Bacholke Michael- Christlmaier Martin) und 8 ( Georg Reisinger – Rudolf Senff ) verflachten die Mittelspielstellungen, so dass jeweils in Remis eingewilligt wurde. An Brett1 konnte Franz Haselbeck dem starken Angriffsdruck von Theiß Johann nicht mehr standhalten wodurch die Isarstädter 2,5 : 1,5 in Führung gingen. In der Folge ging die Partie an Brett 5 von Christian Stutzke ebenfalls noch verloren. Nach dem technisch sauber gespielten Endspielsieg von Youngster Thomas Weiß keimte nochmal Hoffnung auf, aber Franz Schmidbauer konnte seine Partie gegen den dreifachen niederbayerischen Seniorenmeister Kurt Hähnlein nicht mehr gewinnen und musste zusammen mit Lothar Rader ins Remis und in die knappe 3,5 : 4,5 – Niederlage einwilligen.

Die Dritte hatte in der Bezirksliga Ost den erwartet schweren Stand gegen den TV Freyung / TSV Kreuzberg. Ertl Helmut, Lenhard Alexander, Berthold Thomas mit Remisen und Weißig Kersten mit einem Sieg sorgten für Schadensbegrenzung bei der 2,5 : 5,5- Niederlage.




15.11.2014 Bericht von Franz Schmidbauer
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Licht und Schatten beim Deggendorfer Schachverein

Nach der erfolgreichen vergangenen Saison, bei der alle vier Mannschaften in ihren jeweiligen Ligen den Meistertitel erringen konnten und damit auch vom Aufstiegsrecht in die die nächst höheren Ligen Gebrauch machten, war man gespannt , wie sich die Deggendorfer dort schlagen werden. Erwartungsgemäß sollte es nicht einfach werden, die entscheidenden Punkte zu holen.

So musste die Erste vom SV Deggendorf beim SC Tarrasch München in der ersten Runde der Landesliga Süd antreten. In der Niederbayernliga empfing Deggendorf 2 den FC Ergolding1. Beide Vergleiche endeten mit einer knappen und ärgerlichen 4,5 : 3,5 Niederlage für die Deggendorfer. Auch die Jugendmannschaft machte es nicht besser und verlor ihr Auftaktspiel mit 3:1 gegen die starke SG Röhrnbach/ Freyung/ Haselbach.

In der 2.Runde gingen die Deggendorfer die gestellten Aufgaben aber schon erfolgreicher an. Zuerst konnte die geschwächte Jugendmannschaft des SV (sie musste Brett1 freilassen) gegen Landshut 1 einen schönen 2,5 :1,5 - Sieg erringen (Berthold Thomas mit einem Remis, Köck Sebastian und Weißig Timon mit ganzen Zählern)

Deggendorf 1 empfing eine weitere Mannschaft aus der Landeshauptstadt, den SC München Südost 1. In einer turbulenten Partie konnte Großmeister Nikola Sedlak an Brett 1mit den schwarzen Steinen seinen Großmeisterkollegen aus München zur Aufgabe zwingen. Das Großmeisterduell zwischen Alexander Delchev und Vladimir Kostic am zweiten Brett endete unentschieden. Krstic Petar setzte seine Siegesserie fort, Hubert Firlbeck sicherte gegen eine starken Gegner den Sieg und Krauß Andreas sowie Bauer Bernd steuerten noch ein Remis zum knappen 4,5. 3,5 - Sieg der Deggendorfer bei.

Die Deggendorfer Zweite musste das „klassische Derby“ beim SC Straubing 1 bestreiten. An Brett 5 kam es zu einem schnellen Remis zwischen Christian Stutzke und Stefan Grimm. Mit zwei schön herausgespielten Siegen an Brett 8 und 6 durch Ertl Helmut und Franz Schmidbauer gingen die Deggendorfer in Führung. Diese konnte Michael Bacholke durch druckvolles Spiel auf 3,5 . 0,5 erhöhen. Thomas Weiß (Brett 6) hatte ein zweifelhaftes Opfer gebracht, das sich in der Folge als nicht ausreichend erwies und die Niederlage zur Folge hatte. Inzwischen hatte Prof. Dr. Grabmeier seinen Materialvorteil realisiert und den Sieg sichergestellt. Franz Haselbeck an Brett 1 willigte gegen den um 200 Wertungspunkte stärkeren Walter Huwa ins Remis ein , was den eigentlich nicht erwarteten 5 : 3 Endstand gegen die Rivalen aus der Gäubodenstadt bedeutete.

Die Dritte konnte der SG Bayerwald / Viechtach ein 4 : 4 abtrotzen. Haselbeck Robert, Lenhard Alexander, Weißig Kersten siegten und Johann Mittermeier sowie Egwin Schreiber steuerten jeweils ein Remis bei.





12.06.2014 Bericht von Franz Haselbeck
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Deggendorfer Schachspieler in Wunsiedel erfolgreich

Aleksander Delchev und Willibald Haimerl belegen jeweils Platz 2

Seine bereits achte Auflage erlebte das Schachopen in Wunsiedel. Das traditionell am verlängerten Fronleichnams-Wochenende ausgetragene Turnier hat sich inzwischen zu einem der drei stärksten offenen Schachturniere in Deutschland gemausert. Nur das Neckar-Open in Deizisau und die offene internationale bayerische Meisterschaft in Bad Wiessee sind noch hochkarätiger besetzt. Die Profis zieht dabei vor allem ein üppig gefüllter Preisgeld-Topf, die Amateure die Aussicht, sich mit Spieler der Spitzenklasse zu messen und alle zusammen die hervorragende Organisation in die Frankenhalle nach Wunsiedel.

Auch einige Deggendorfer fanden heuer den Weg nach Oberfranken, allen voran der Spitzenspieler des Vereins, der bulgarische Großmeister Aleksander Delchev, der als 4. der Setzliste zum absoluten Favoritenkreis gehörte. Und er wurde dieser Rolle auch vollauf gerecht. Nach zwei leichteren Aufgaben zum Auftakt gab er zwar in Runde 3 gegen den Erfurter Internationalen Meister Christian Troyke etwas überraschend einen halben Punkt ab, konnte aber nach einem weiteren Pflichtsieg in Runde 5 den bis daher ohne Punktverlust führenden russischen GM Evgeny Romanov in einer sehenswerten Angriffspartie in die Knie zwingen. In den beiden Schlussrunden gegen die Großmeister Vitaly Kunin (Deutschland) und Stelios Halkias (Griechenland) musste Delchev nach eigener Aussage seinen Anstrengungen ein wenig Tribut zollen und sich daher jeweils mit einem Remis begnügen. Zwei Turnierpartien an einem Tag fordern auf diesem Top-Niveau den Spielern auch körperlich eine Menge ab! Romanov, der in der sechsten Runde den Berliner GM Jakob Meister bezwang, konnte so den Anschluss an die Spitzengruppe wiederherstellen. Letztendlich kamen nach 7 Runden acht Spieler auf 5,5 Punkte, unter ihnen auch mit dem noch titellosen Jonas Lampert (Hamburger SK) ein vielversprechendes deutsches Nachwuchstalent. Vergeblich suchte man unter ihnen allerdings den Namen des Top-Favoriten GM Liviu Dieter Nisipeanu, der mit einer ELO-Zahl von knapp unter 2.700 ohne Zweifel der erweiterten Weltspitze angehört. Nisipeanu, der vor kurzem seinen Wechsel vom rumänischen zum deutschen Schachbund bekannt gegeben hatte und für den deutschen Abonementsmeister OSG Baden-Baden in der Bundesliga einer der Leistungsträger ist, hatte sich zur Überraschung aller in der 3. Runde dem italienischen Nachwuchsspieler Francesco Rambaldi beugen müssen. Der Großmeister hatte dabei einen ganzen Turm weniger, glaubte aber, dieses durch die Kraft von drei Mehrbauern kompensieren zu können, was ihm der erst 15-jährige Italiener eindrucksvoll widerlegte. Schließlich musste die Feinwertung über den Turniersieger entscheiden, und hier hatte Romanov einen hauchdünnen Vorsprung vor Delchev und dem drittplatzierten GM Normunds Miezis aus Lettland. Dennoch, ein weiterer schöner Erfolg für Aleksander Delchev nach dem Gewinn der offenen bayerischen Meisterschaft im vergangenen Herbst (wo er in der entscheidenden Partie über mehr als 100 Züge GM Nisipeanu besiegen konnte).


Gut präsentierten sich im A-Turnier auch die beiden weiteren Deggendorfer Alexander Stadler und Franz Haselbeck. Stadler, erst vor wenigen Wochen zum Niederbayerischen Einzelmeister gekürt, startete mit einem Punkt aus drei Partien eher verhalten, siegte aber anschließend drei Mal in Folge und bezwang dabei auch den Ebersberger Regionalliga-Spitzenspieler FM Ulrich Zenker überzeugend. Mit etwas Glück hielt er in der Schlussrunde auch gegen dem amtierenden Bayerischen Meister FM Felix Stips die Stellung im Gleichgewicht und belegte mit 4,5 Punkten einen ausgezeichneten 26. Gesamtrang, wobei er auch einige Titelträger und viele vor ihm gesetzte Spieler hinter sich lassen konnte. Haselbeck, im „Meisterturnier“ (es erlaubt nur Spielern mit einer DWZ über 1800 die Teilnahme) mit seiner aktuellen Wertungszahl lediglich die Nummer 126 von 138 Startern, hatte es ausschließlich mit höher eingestuften Gegnern zu tun. Dass er dabei drei Punkte erreichte und sich als 97. deutlich über seiner Einstufung platzieren konnte, stellte in daher vollauf zufrieden. Stark zeigten sich auch die weiteren Teilnehmer aus Niederbayern Dominic Wisnet (28./4,5 Punkte) FM Roland Knechtel (33./4,5) und Uwe Kleibel (71./3,5): Die drei Röhrnbacher hatten, ebenso wie auch Alex Stadler, im Turnierverlauf mindestens einmal die Ehre, mit einem Großmeister die Klingen kreuzen zu dürfen.


Für die aus Deggendorfer Sicht allerdings größte Sensation sorgte Willi Haimerl im B-Turnier (als „Amateurturnier“ offen für alle Spieler mit einer DWZ bis 1900). Haimerl war hier bei seiner insgesamt dritten Teilnahme mit einer Wertungszahl von 1688 unter 112 Startern lediglich an Position 54 gesetzt. Dies hinderte ihn allerdings nicht daran, sich mit 5 Gewinnpartien in Serie an die Spitze des Felds zu setzen. In der sechsten Runde hatte er dann mit Karsten Konczak (SV Bückeburg) die Nummer 1 als Gegenüber und hätte sich mit einem Sieg vorzeitig den Turniersieg sichern können. Leider unterlief ihm hier mit den weißen Steinen in ausgeglichener Stellung ein entscheidender Fehler, der die erste Niederlage zur Folge hatte. Trotzdem lag Haimerl vor der Schlussrunde immer noch in Führung, allerdings zusammen mit 5 weiteren Spieler. In den ausgelosten direkten Duellen remisierte der Deggendorfer mit Tim Schmitz (SC Sendling); auch Konczak und Sebastian Strätker (ASV Rehau) trennten sich einvernehmlich. Damit war der Weg frei für Marcus Hassa (TSV Bindlach Aktionär), der mit dem Jugendlichen Alexander Brückner (Schachklub Schweinfurt) den nominell schwächsten Partner hatte und dieses Losglück zunächst in einen klaren Materialvorteil und schließlich auch den ganzen Punkt und damit in den Turniersieg ummünzte. Haimerl gelang mit Rang 2 dennoch ein nie erwarteter Erfolg, den der sympathische und in Mannschaftskämpfen stets präsente und zuverlässige Deggendorfer ohne Übertreibung als größten seiner bisherigen schachlichen Karriere verbuchen darf!

Franz Haselbeck (FH)

... weitere Informationen vom Schachturnier ...
auf der Offiziellen Homepage der Veranstalter:
http://www.wunsiedel-schachfestival.de/

Die Tabelle des Meister-Turniers

Die Tabelle des Amateurturniers

 

Bilder vom Turnier "Wunsiedel 2014" auf Steffans Schachseiten:

 Abbildungen:

Bild 1: Wunsiedels Bürgermeister Karl Willi Beck (links) gratuliert Willibald Haimerl zu seinem ausgezeichneten 2. Platz im Amateurturnier. Im Hintergrund das Organisator-Ehepaar Zier, ganz hinten die Tochter Verena, die als kompetente Hauptschiedsrichterin das Turnier problemlos leitete.

Bild 2: Aleksander Delchev und Evgeny Romanov eröffnen in Runde 5 ihre Partie, die dem für Deggendorf aktiven bulgarischen Großmeister einen spektakulären Angriffssieg bescherte.

Alle Foto: Steffans Schachseiten (Klaus Steffan, Pegnitz)



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Die Partie der 5.Runde zum Nachspielen!

[Event "Wunsiedel Schachfestival 2014"]
[Round "5"]
[White "GM Delchev A."]
[Black "GM Romanov E."]
[Result "1-0"]

1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nd2 c5 4. exd5 Qxd5 5. Ngf3 cxd4
6. Bc4 Qd6 7. O-O Nf6 8.Nb3 Nc6 9. Nbxd4 Nxd4 10. Nxd4 a6
11. Re1 Qc7 12. Qe2 Bc5 13. c3 Bd7 14. Bg5 O-O-O 15. b4 Bd6
16. h3 Kb8 17. b5 Rc8 18. Bd3 Qxc3 19. Be3 a5 20. Rab1 Nd5
21. Rec1 Qa3 22. Nc6+ Bxc6 23. bxc6 Nb4 24. Be4 Qa4 25. cxb7 Rxc1+
26. Rxc1 Qd7 27. a3 1-0

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25.05.2014 Bericht von Franz Schmidbauer
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Ludwig Bielmeier ist Rekordstadtmeister im Schach

Erst in der letzten Runde der Schachstadtmeisterschaft wurde diese durch einen Sieg von Ludwig Bielmeier gegen Karl Hilmer entschieden. Nach einem monatelangen Kopf- an- Kopf- Rennen zwischen Bielmeier und Andreas Krauß, der um einen halben Punkt führte, musste dieser in der letzten Runde gegen Lothar Rader antreten. Auf Grund der Feinwertung reichte Krauß ein Remis nicht zum Gewinn der Meisterschaft, er überzog sein Spiel und musste letztlich noch eine Niederlage hinnehmen. Der Endstand nach 7 Runden sah Ludwig Bielmeier mit 6 Punkten ohne eine Niederlage an der Spitze, vor Andreas Krauß (5,5 Punkte) und Lothar Rader (4,5 Punkte). Dieser konnte mit seinem Überraschungssieg noch den punktgleichen Vorjahresstadtmeister Franz Schmidbauer auf den 4. Platz verweisen. Insgesamt nahmen an der Meisterschaft 14 Spieler teil.
Damit konnte Ludwig Bielmeier diesen Titel zum elften Mal erringen und den bisher in der Chronik des Schachvereins mit 10 Stadtmeistertiteln führenden Hans Feichtinger überholen.
In deutlich besserer Form als in der Deggendorfer Stadtmeisterschaft, bei der Alex Stadler mit einer Niederlage gegen den Turnierleiter Hans Oberberger in der ersten Runde gestartet war, ging Stadler bei der niederbayerischen Einzelmeisterschaft in Röhrnbach ans Werk. Mit beeindruckenden sechs Siegen in Folge verwies er einen Konkurrenten nach dem anderen auf die hinteren Bretter, um nach sieben Runden mit 6,5 Punkten den Titel des niederbayerischen Meisters überlegen für sich zu gewinnen . In deutlichem Abstand folgten Steffen Woitylak (TV Geiselhöring) und Michael Müller (SC Bayerwald) mit jeweils 5 Punkten auf den Plätzen zwei und drei. Einen Platz unter den ersten Drei verfehlte Franz Haselbeck, ein weiterer Deggendorfer, der lange an der Spitze mitspielte, aber in der letzten Runde noch überraschend eine Niederlage akzeptieren musste und deshalb auf Platz 8 unter 24 Teilnehmern abrutschte.


Alex Stadler und Bielmeier Ludwig
Bild (v.l.) Alex Stadler und Ludwig Bielmeier



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Die Meisterschafts-Urkunden 2014 ....

Meisterschaft 2014 SV deggendorf II  Meisterschaft 2014 SV Deggendorf III



13.04.2014 Bericht von Franz Schmidbauer
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Aufsteiger SV Deggendorf verabschiedet sich mit einem Sieg aus der Regionalliga
                Alle vier Mannschaften des SV auf Platz 1

Die Schachspieler des SV Deggendorf gewannen in der neunten und letzten Runde der Schach Regionalliga Süd Ost mit 5:3 gegen des SV Bruckmühl und steigen hiermit mit 8 Siegen und einem Unentschieden ungeschlagen in die Landesliga auf.
Da der Aufstieg bereits feststand, verzichteten die Deggendorfer diesmal auf den Einsatz ihrer Großmeister. Dabei gerieten die Deggendorfer schnell in Rückstand.
Alexander Stadler an Brett 2, in dieser Saison noch ungeschlagen, hatte die Eröffnung zu sorglos gespielt und früh eine Figur verloren. An Brett 5 und Brett 6 nahmen die Deggendorfer Spieler Ludwig Bielmeier und Andreas Krauß die Remisangebote ihrer Gegner in jeweils ausgeglichener Stellung an, der SV Bruckmühl konnte sich also berechtigte Hoffnung machen, den Deggendorfern ihre erste Niederlage zuzufügen. Dann schlug allerdings die große Stunde des Belgrader Jura-Studenten Petar Krstic am Spitzenbrett. Durch feines Positionsspiel hatte er seinen Gegner in ein verlorenes Endspiel gezwungen. Damit beendete er alle seine 9 Partien mit einem Sieg, ein Kunststück, das keinem anderen Spieler in den bayerischen Ligen gelang. Als dann auch noch Bernd Bauer an Brett 4 und Ersatzmann Willi Haimerl an Brett 8 ihre Partien siegreich zum 4:2 beenden konnten, hatte sich der Wettkampf gedreht. Zwar musste noch Prof. Grabmeier an Brett sieben eine Niederlage quittieren, Hubert Firlbeck krönte aber seine Schwarz-Partie an Brett 3 durch einen Sieg in einem komplizierten Endspiel. Bemerkenswert auch das Ergebnis des 8 –fachen Deggendorfer Stadtmeisters Ludwig Bielmeier, der aus 8 Partien 6,5 Punkte holte. Nun hoffen die Deggendorfer Denksportler nun auch in der nächsten Saison in der Landesliga eine gute Rolle zu spielen. Die Liga nach einem Jahr wieder verlassen müssen die Schachfreunde aus Landau. Den Abstieg einer zweiten niederbayerischen Mannschaft, nämlich der Landshuter, haben die Deggendorfer mit durch ihren Sieg verhindert.
Das 4 : 4 der Dreihelmenstädter gegen Ebersberg reichte dadurch zum Ligaerhalt.

Nachdem sich bereits die Dritte in der Kreisliga und die Jugend in der Jugendbezirksliga Ost als Tabellenführer durchgesetzt hatten,
lag es an der Deggendorfer Zweiten, das Quartett der Sieger vollzumachen.
In starker Aufstellung war man zur erwartungsgemäß durch die österreichischen Spieler verstärkten Mannschaft nach Sonnen gereist. Der SV konnte durch Johann Mittermaiers Figurengewinn an Brett 7 ziemlich schnell in Führung gehen. Nach Michael Bacholkes und Christian Stutzkes Remis und der Niederlage an Brett 1 durch Thomas Weiß war die Lage wieder ausgeglichen. Die Remisangebote der verbiebenen Sonnener nahmen die restlichen Deggendorfer Spieler an (Franz Haselbeck, Franz Schmidbauer, Dr.Peter Roth, Georg Reisinger) , da ein 4 : 4 zum Aufstieg reichte und wie sich nachträglich herausstellte, auch zur Meisterschaft.

In der kommenden Saison werden alle vier Deggendorfer Mannschaften in den jeweils höheren Ligen an den Start gehen.
So gesehen das erfolgreichste Jahr des SV seiner Geschichte.


SV Deggendorf 1 - Meisterschaft 2014 - Aufstieg in die Landesliga

Bild (v.l. nach r) Prof. Dr. Johannes Grabmeier, Mannschaftsführer Hubert Firlbeck, Dr. Peter Roth, Alex Stadler, Andreas Krauß, Petar Krstic, Großmeister Alexander Delchev, Großmeister Nikola Sedlak. Bernd Bauer und Ludwig Bielmeier fehlen auf dem Bild.



02.04.2014 Bericht von Franz Schmidbauer
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Schachverein Regionalligameister

In der 8.Runde der Bayerischen Schachmannschaftsmeisterschaften musste die Erste des Schachvereins Deggendorf gegen den letzten verbliebenen Konkurrenten in Starnberg antreten.
Mit einem 5 : 3 – Sieg machten die Deggendorfer alles klar und sicherten sich bereits vor der letzten Runde Meisterschaft und Aufstieg in die Landesliga. Obwohl die Mannschaft auf Bernd Bauer und Ludwig Bielmeier verzichten musste, konnte von einer ersatzgeschwächten Mannschaft keine Rede sein. An den hinteren Brettern kann der SV ein breites Feld an gleichstarken Spielern aufbieten.
Das erste Ergebnis meldete Andreas Kraus an Brett 6. Im angenommenen Damengambit fand der Starnberger eine interessante taktische Abwicklung, aber der Deggendorfer leitete die Partie mit Schwarz in den sicheren Remishafen. Mit dem nächsten Ergebnis ging Deggendorf bereits in Führung. Mister 100 %, der Jurastudent Petar Krstic, der in dieser Saison noch keinen halben Punkt abgegeben hat, schnappte schon in der Eröffnung einen Bauern nach dem anderen, für die der Gegner keine Kompensation vorweisen konnte und deshalb aufgab.
An Brett 1 war Großmeister Sedlaks Gegner in bedrohliche Zeitnot geraten. Als dieser dann doch den vergifteten h – Bauern schlug, wurde sein König ins Freie gezerrt, was diesem nicht gut bekam.
An Brett 2 hatte Großmeister Delchev Schwierigkeiten mit seinem Gegner. Sogar ein Bauer war ihm schon abhanden gekommen. Bei knapp werdender Bedenkzeit konnte sich jedoch die großmeisterliche Routine durchsetzen.
An Brett 4 konnte man erkennen, dass Alex Stadler an seinem Eröffnungsrepertoire feilt und seinen Nimzoinder gerade noch ins Remis retten konnte. Hubert Firlbecks Wiener Partie führte zu einer aussichtsreichen, jedoch ziemlich komplizierten Angriffsstellung. Sein Angriff unter Opfern führte nicht zum gewünschten Erfolg und der Konter zwang ihn zur Aufgabe.
An Brett 7 und 8 führte Prof. Dr. Grabmeiers Angriff nur zu einem Dauerschach und Dr. Roth konnte den gegnerischen Druck neutralisieren. Endstand 5 . 3 für Deggendorf.

Auch die Dritte des SV hat sich die Meisterschaft in der Kreisliga bereits gesichert. Die Männer um Mannschaftsführer Alexander Lenhard verloren nur einen einzigen Mannschaftskampf und diesen durch einen Aufstellungsfehler .Willi Haimerl, Karl Hilmer, Robert Haselbeck, Rudolf Veitl , Schreiber Egwin, und der Jugendliche Thomas Berthold sammelten die notwendigen Punkte.

Deggendorfs Zweite musste zuhause gegen die auf Grund der Tabellensituation stark eingeschätzten Pockinger antreten. Da diese jedoch mit einer Reihe von Ersatzspielern antraten, hatten die Deggendorfer wenig Mühe, die notwendigen Punkte zu ergattern. Einen schönen Angriffssieg mit Schwarz konnte dabei Deggendorfs stärkster Jugendlicher an Brett 1, Thomas Weiß, gegen den erfahrenen Uwe Franke einfahren. Dann fielen die Punkte wie reife Früchte an die Deggendorfer. Michael Bacholke, Johann Mittermaier , Helmut Ertl , FranzHaselbeck , Franz Schmidbauer und Haimerl Willi. Lediglich Christian Stutzke musste sich mit einem Remis begnügen. Ein nicht in dieser Höhe erwarteter 7,5 : 0,5 – Sieg war der Endstand. Nachdem bereits drei Deggendorfer Mannschaften in den jeweiligen Ligen sich die Meisterschaft gesichert haben, liegt es an der Deggendorfer Zweiten in der letzten Runde gegen Sonnen die Tabellenführung zu verteidigen. Die Aufgabe ist nicht leicht, denn .die Waldler werden sich mit den österreichischen Unterstützern bemühen, den Deggendorfern doch noch die Suppe zu versalzen. Der Aufstiegskonkurrent und Tabellenzweite aus Röhrnbach wird genau verfolgen, was geschieht. Ein 4 : 4 würde dem SV bereits reichen.

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Die Schachpartien zum Nachspielen auf:
http://www.ligamanager.schachbund-bayern.de/bsb/pgn/index.htm?ligaId=447








 

... weitere Berichte von Franz Haselbeck und Franz Schmidbauer in unserem Zeitungsarchiv:

Jahr 2013 und 2014: zeitung13.htm 

Jahr 2011 und 2012: zeitung11.htm 

zeitung10.htm - zeitung09.htm - zeitung08.htm - zeitung07.htm - zeitung06.htm - zeitung05.htm