12.06.2014 Bericht von Franz Haselbeck
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Deggendorfer Schachspieler in Wunsiedel erfolgreich

Aleksander Delchev und Willibald Haimerl belegen jeweils Platz 2

Seine bereits achte Auflage erlebte das Schachopen in Wunsiedel. Das traditionell am verlängerten Fronleichnams-Wochenende ausgetragene Turnier hat sich inzwischen zu einem der drei stärksten offenen Schachturniere in Deutschland gemausert. Nur das Neckar-Open in Deizisau und die offene internationale bayerische Meisterschaft in Bad Wiessee sind noch hochkarätiger besetzt. Die Profis zieht dabei vor allem ein üppig gefüllter Preisgeld-Topf, die Amateure die Aussicht, sich mit Spieler der Spitzenklasse zu messen und alle zusammen die hervorragende Organisation in die Frankenhalle nach Wunsiedel.

Auch einige Deggendorfer fanden heuer den Weg nach Oberfranken, allen voran der Spitzenspieler des Vereins, der bulgarische Großmeister Aleksander Delchev, der als 4. der Setzliste zum absoluten Favoritenkreis gehörte. Und er wurde dieser Rolle auch vollauf gerecht. Nach zwei leichteren Aufgaben zum Auftakt gab er zwar in Runde 3 gegen den Erfurter Internationalen Meister Christian Troyke etwas überraschend einen halben Punkt ab, konnte aber nach einem weiteren Pflichtsieg in Runde 5 den bis daher ohne Punktverlust führenden russischen GM Evgeny Romanov in einer sehenswerten Angriffspartie in die Knie zwingen. In den beiden Schlussrunden gegen die Großmeister Vitaly Kunin (Deutschland) und Stelios Halkias (Griechenland) musste Delchev nach eigener Aussage seinen Anstrengungen ein wenig Tribut zollen und sich daher jeweils mit einem Remis begnügen. Zwei Turnierpartien an einem Tag fordern auf diesem Top-Niveau den Spielern auch körperlich eine Menge ab! Romanov, der in der sechsten Runde den Berliner GM Jakob Meister bezwang, konnte so den Anschluss an die Spitzengruppe wiederherstellen. Letztendlich kamen nach 7 Runden acht Spieler auf 5,5 Punkte, unter ihnen auch mit dem noch titellosen Jonas Lampert (Hamburger SK) ein vielversprechendes deutsches Nachwuchstalent. Vergeblich suchte man unter ihnen allerdings den Namen des Top-Favoriten GM Liviu Dieter Nisipeanu, der mit einer ELO-Zahl von knapp unter 2.700 ohne Zweifel der erweiterten Weltspitze angehört. Nisipeanu, der vor kurzem seinen Wechsel vom rumänischen zum deutschen Schachbund bekannt gegeben hatte und für den deutschen Abonementsmeister OSG Baden-Baden in der Bundesliga einer der Leistungsträger ist, hatte sich zur Überraschung aller in der 3. Runde dem italienischen Nachwuchsspieler Francesco Rambaldi beugen müssen. Der Großmeister hatte dabei einen ganzen Turm weniger, glaubte aber, dieses durch die Kraft von drei Mehrbauern kompensieren zu können, was ihm der erst 15-jährige Italiener eindrucksvoll widerlegte. Schließlich musste die Feinwertung über den Turniersieger entscheiden, und hier hatte Romanov einen hauchdünnen Vorsprung vor Delchev und dem drittplatzierten GM Normunds Miezis aus Lettland. Dennoch, ein weiterer schöner Erfolg für Aleksander Delchev nach dem Gewinn der offenen bayerischen Meisterschaft im vergangenen Herbst (wo er in der entscheidenden Partie über mehr als 100 Züge GM Nisipeanu besiegen konnte).


Gut präsentierten sich im A-Turnier auch die beiden weiteren Deggendorfer Alexander Stadler und Franz Haselbeck. Stadler, erst vor wenigen Wochen zum Niederbayerischen Einzelmeister gekürt, startete mit einem Punkt aus drei Partien eher verhalten, siegte aber anschließend drei Mal in Folge und bezwang dabei auch den Ebersberger Regionalliga-Spitzenspieler FM Ulrich Zenker überzeugend. Mit etwas Glück hielt er in der Schlussrunde auch gegen dem amtierenden Bayerischen Meister FM Felix Stips die Stellung im Gleichgewicht und belegte mit 4,5 Punkten einen ausgezeichneten 26. Gesamtrang, wobei er auch einige Titelträger und viele vor ihm gesetzte Spieler hinter sich lassen konnte. Haselbeck, im „Meisterturnier“ (es erlaubt nur Spielern mit einer DWZ über 1800 die Teilnahme) mit seiner aktuellen Wertungszahl lediglich die Nummer 126 von 138 Startern, hatte es ausschließlich mit höher eingestuften Gegnern zu tun. Dass er dabei drei Punkte erreichte und sich als 97. deutlich über seiner Einstufung platzieren konnte, stellte in daher vollauf zufrieden. Stark zeigten sich auch die weiteren Teilnehmer aus Niederbayern Dominic Wisnet (28./4,5 Punkte) FM Roland Knechtel (33./4,5) und Uwe Kleibel (71./3,5): Die drei Röhrnbacher hatten, ebenso wie auch Alex Stadler, im Turnierverlauf mindestens einmal die Ehre, mit einem Großmeister die Klingen kreuzen zu dürfen.


Für die aus Deggendorfer Sicht allerdings größte Sensation sorgte Willi Haimerl im B-Turnier (als „Amateurturnier“ offen für alle Spieler mit einer DWZ bis 1900). Haimerl war hier bei seiner insgesamt dritten Teilnahme mit einer Wertungszahl von 1688 unter 112 Startern lediglich an Position 54 gesetzt. Dies hinderte ihn allerdings nicht daran, sich mit 5 Gewinnpartien in Serie an die Spitze des Felds zu setzen. In der sechsten Runde hatte er dann mit Karsten Konczak (SV Bückeburg) die Nummer 1 als Gegenüber und hätte sich mit einem Sieg vorzeitig den Turniersieg sichern können. Leider unterlief ihm hier mit den weißen Steinen in ausgeglichener Stellung ein entscheidender Fehler, der die erste Niederlage zur Folge hatte. Trotzdem lag Haimerl vor der Schlussrunde immer noch in Führung, allerdings zusammen mit 5 weiteren Spieler. In den ausgelosten direkten Duellen remisierte der Deggendorfer mit Tim Schmitz (SC Sendling); auch Konczak und Sebastian Strätker (ASV Rehau) trennten sich einvernehmlich. Damit war der Weg frei für Marcus Hassa (TSV Bindlach Aktionär), der mit dem Jugendlichen Alexander Brückner (Schachklub Schweinfurt) den nominell schwächsten Partner hatte und dieses Losglück zunächst in einen klaren Materialvorteil und schließlich auch den ganzen Punkt und damit in den Turniersieg ummünzte. Haimerl gelang mit Rang 2 dennoch ein nie erwarteter Erfolg, den der sympathische und in Mannschaftskämpfen stets präsente und zuverlässige Deggendorfer ohne Übertreibung als größten seiner bisherigen schachlichen Karriere verbuchen darf!

Franz Haselbeck (FH)

... weitere Informationen vom Schachturnier ...
auf der Offiziellen Homepage der Veranstalter:
http://www.wunsiedel-schachfestival.de/

Die Tabelle des Meister-Turniers

Die Tabelle des Amateurturniers

 

Bilder vom Turnier "Wunsiedel 2014" auf Steffans Schachseiten:

 Abbildungen:

Bild 1: Wunsiedels Bürgermeister Karl Willi Beck (links) gratuliert Willibald Haimerl zu seinem ausgezeichneten 2. Platz im Amateurturnier. Im Hintergrund das Organisator-Ehepaar Zier, ganz hinten die Tochter Verena, die als kompetente Hauptschiedsrichterin das Turnier problemlos leitete.

Bild 2: Aleksander Delchev und Evgeny Romanov eröffnen in Runde 5 ihre Partie, die dem für Deggendorf aktiven bulgarischen Großmeister einen spektakulären Angriffssieg bescherte.

Alle Foto: Steffans Schachseiten (Klaus Steffan, Pegnitz)



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Die Partie der 5.Runde zum Nachspielen!

[Event "Wunsiedel Schachfestival 2014"]
[Round "5"]
[White "GM Delchev A."]
[Black "GM Romanov E."]
[Result "1-0"]

1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nd2 c5 4. exd5 Qxd5 5. Ngf3 cxd4
6. Bc4 Qd6 7. O-O Nf6 8.Nb3 Nc6 9. Nbxd4 Nxd4 10. Nxd4 a6
11. Re1 Qc7 12. Qe2 Bc5 13. c3 Bd7 14. Bg5 O-O-O 15. b4 Bd6
16. h3 Kb8 17. b5 Rc8 18. Bd3 Qxc3 19. Be3 a5 20. Rab1 Nd5
21. Rec1 Qa3 22. Nc6+ Bxc6 23. bxc6 Nb4 24. Be4 Qa4 25. cxb7 Rxc1+
26. Rxc1 Qd7 27. a3 1-0

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GM Delchev A.    --    GM Romanov E.
Wunsiedel Schachfestival 2014  (5)   2014     1-0

1. e4 {+0.20} 1. ... e6 {+0.16} 2. d4 {+0.14} 2. ... d5 {+0.24} 3. Sd2 {+0.10} 3. ... c5 {+0.06} 4. exd5 {+0.06} 4. ... Dxd5 {+0.28} 5. Sgf3 {+0.18} 5. ... cxd4 {+0.20} 6. Lc4 {+0.16} 6. ... Dd6 {+0.16} 7. O-O {+0.16} 7. ... Sf6 {+0.16} 8. Sb3 {+0.16} 8. ... Sc6 {+0.16} 9. Sbxd4 {+0.16} 9. ... Sxd4 {+0.22} 10. Sxd4 {+0.08} 10. ... a6 {+0.24} 11. Te1 {+0.30} 11. ... Dc7 {+0.28} 12. De2 {+0.00} 12. ... Lc5 {+0.34} 13. c3 {+0.20} 13. ... Ld7 {+0.40} 14. Lg5 {+0.48} 14. ... O-O-O {+0.52} 15. b4 {+0.06} 15. ... Ld6 {+0.48} 16. h3 {+0.02} 16. ... Kb8 {+0.18} 17. b5 {+0.10} 17. ... Tc8 {+0.58} 18. Ld3 {+0.56} 18. ... Dxc3 {+0.48} 19. Le3 {+0.64} 19. ... a5 {+0.70} 20. Tab1 {+0.72} 20. ... Sd5 {+1.65} 21. Tec1 {+2.12} 21. ... Da3 {+2.40} 22. Sc6+ (D)

BK BR :: :: BR
:: BP :: BB :: BP BP BP
:: WN BB BP :: ::
BP WP :: BN :: ::
:: :: :: ::
BQ :: WB WB :: WP
WP :: :: WQ WP WP ::
:: WR WR :: WK

{+1.37} 22. ... Lxc6? +- {+3.81 / +1.37} ( 22. ... Ka8 23. Tb3 Da4 24. Tc4 Lb4 25. Sxb4 axb4 += ) 23. bxc6 {+5.25} 23. ... Sb4 {+8.60} 24. Le4 {+8.14} 24. ... Da4 {+8.92} 25. cxb7 {+8.70} 25. ... Txc1+ {+13.85} 26. Txc1 {+13.97} 26. ... Dd7 {+19.97} 27. a3 {+20.99} ( 27. a3 { 20:+20.99} 27. ... Sd3 28. Dxd3 Lh2+ 29. Kxh2 Dxd3 30. Lf4+ Ka7 31. Tc8 Db3 32. Le3+ Ka6 33. a4 Dxb7 34. Ld3+ Db5 35. axb5+ Kb7 36. Txh8 f5 37. Txh7 Kc7 38. Txg7+ Kd6 39. Ta7 Kd5 40. Txa5 Kd6 ) 1-0





25.05.2014 Bericht von Franz Schmidbauer
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Ludwig Bielmeier ist Rekordstadtmeister im Schach

Erst in der letzten Runde der Schachstadtmeisterschaft wurde diese durch einen Sieg von Ludwig Bielmeier gegen Karl Hilmer entschieden. Nach einem monatelangen Kopf- an- Kopf- Rennen zwischen Bielmeier und Andreas Krauß, der um einen halben Punkt führte, musste dieser in der letzten Runde gegen Lothar Rader antreten. Auf Grund der Feinwertung reichte Krauß ein Remis nicht zum Gewinn der Meisterschaft, er überzog sein Spiel und musste letztlich noch eine Niederlage hinnehmen. Der Endstand nach 7 Runden sah Ludwig Bielmeier mit 6 Punkten ohne eine Niederlage an der Spitze, vor Andreas Krauß (5,5 Punkte) und Lothar Rader (4,5 Punkte). Dieser konnte mit seinem Überraschungssieg noch den punktgleichen Vorjahresstadtmeister Franz Schmidbauer auf den 4. Platz verweisen. Insgesamt nahmen an der Meisterschaft 14 Spieler teil.
Damit konnte Ludwig Bielmeier diesen Titel zum elften Mal erringen und den bisher in der Chronik des Schachvereins mit 10 Stadtmeistertiteln führenden Hans Feichtinger überholen.
In deutlich besserer Form als in der Deggendorfer Stadtmeisterschaft, bei der Alex Stadler mit einer Niederlage gegen den Turnierleiter Hans Oberberger in der ersten Runde gestartet war, ging Stadler bei der niederbayerischen Einzelmeisterschaft in Röhrnbach ans Werk. Mit beeindruckenden sechs Siegen in Folge verwies er einen Konkurrenten nach dem anderen auf die hinteren Bretter, um nach sieben Runden mit 6,5 Punkten den Titel des niederbayerischen Meisters überlegen für sich zu gewinnen . In deutlichem Abstand folgten Steffen Woitylak (TV Geiselhöring) und Michael Müller (SC Bayerwald) mit jeweils 5 Punkten auf den Plätzen zwei und drei. Einen Platz unter den ersten Drei verfehlte Franz Haselbeck, ein weiterer Deggendorfer, der lange an der Spitze mitspielte, aber in der letzten Runde noch überraschend eine Niederlage akzeptieren musste und deshalb auf Platz 8 unter 24 Teilnehmern abrutschte.


Alex Stadler und Bielmeier Ludwig
Bild (v.l.) Alex Stadler und Ludwig Bielmeier



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Die Meisterschafts-Urkunden 2014 ....

Meisterschaft 2014 SV deggendorf II  Meisterschaft 2014 SV Deggendorf III



13.04.2014 Bericht von Franz Schmidbauer
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Aufsteiger SV Deggendorf verabschiedet sich mit einem Sieg aus der Regionalliga
                Alle vier Mannschaften des SV auf Platz 1

Die Schachspieler des SV Deggendorf gewannen in der neunten und letzten Runde der Schach Regionalliga Süd Ost mit 5:3 gegen des SV Bruckmühl und steigen hiermit mit 8 Siegen und einem Unentschieden ungeschlagen in die Landesliga auf.
Da der Aufstieg bereits feststand, verzichteten die Deggendorfer diesmal auf den Einsatz ihrer Großmeister. Dabei gerieten die Deggendorfer schnell in Rückstand.
Alexander Stadler an Brett 2, in dieser Saison noch ungeschlagen, hatte die Eröffnung zu sorglos gespielt und früh eine Figur verloren. An Brett 5 und Brett 6 nahmen die Deggendorfer Spieler Ludwig Bielmeier und Andreas Krauß die Remisangebote ihrer Gegner in jeweils ausgeglichener Stellung an, der SV Bruckmühl konnte sich also berechtigte Hoffnung machen, den Deggendorfern ihre erste Niederlage zuzufügen. Dann schlug allerdings die große Stunde des Belgrader Jura-Studenten Petar Krstic am Spitzenbrett. Durch feines Positionsspiel hatte er seinen Gegner in ein verlorenes Endspiel gezwungen. Damit beendete er alle seine 9 Partien mit einem Sieg, ein Kunststück, das keinem anderen Spieler in den bayerischen Ligen gelang. Als dann auch noch Bernd Bauer an Brett 4 und Ersatzmann Willi Haimerl an Brett 8 ihre Partien siegreich zum 4:2 beenden konnten, hatte sich der Wettkampf gedreht. Zwar musste noch Prof. Grabmeier an Brett sieben eine Niederlage quittieren, Hubert Firlbeck krönte aber seine Schwarz-Partie an Brett 3 durch einen Sieg in einem komplizierten Endspiel. Bemerkenswert auch das Ergebnis des 8 –fachen Deggendorfer Stadtmeisters Ludwig Bielmeier, der aus 8 Partien 6,5 Punkte holte. Nun hoffen die Deggendorfer Denksportler nun auch in der nächsten Saison in der Landesliga eine gute Rolle zu spielen. Die Liga nach einem Jahr wieder verlassen müssen die Schachfreunde aus Landau. Den Abstieg einer zweiten niederbayerischen Mannschaft, nämlich der Landshuter, haben die Deggendorfer mit durch ihren Sieg verhindert.
Das 4 : 4 der Dreihelmenstädter gegen Ebersberg reichte dadurch zum Ligaerhalt.

Nachdem sich bereits die Dritte in der Kreisliga und die Jugend in der Jugendbezirksliga Ost als Tabellenführer durchgesetzt hatten,
lag es an der Deggendorfer Zweiten, das Quartett der Sieger vollzumachen.
In starker Aufstellung war man zur erwartungsgemäß durch die österreichischen Spieler verstärkten Mannschaft nach Sonnen gereist. Der SV konnte durch Johann Mittermaiers Figurengewinn an Brett 7 ziemlich schnell in Führung gehen. Nach Michael Bacholkes und Christian Stutzkes Remis und der Niederlage an Brett 1 durch Thomas Weiß war die Lage wieder ausgeglichen. Die Remisangebote der verbiebenen Sonnener nahmen die restlichen Deggendorfer Spieler an (Franz Haselbeck, Franz Schmidbauer, Dr.Peter Roth, Georg Reisinger) , da ein 4 : 4 zum Aufstieg reichte und wie sich nachträglich herausstellte, auch zur Meisterschaft.

In der kommenden Saison werden alle vier Deggendorfer Mannschaften in den jeweils höheren Ligen an den Start gehen.
So gesehen das erfolgreichste Jahr des SV seiner Geschichte.


SV Deggendorf 1 - Meisterschaft 2014 - Aufstieg in die Landesliga

Bild (v.l. nach r) Prof. Dr. Johannes Grabmeier, Mannschaftsführer Hubert Firlbeck, Dr. Peter Roth, Alex Stadler, Andreas Krauß, Petar Krstic, Großmeister Alexander Delchev, Großmeister Nikola Sedlak. Bernd Bauer und Ludwig Bielmeier fehlen auf dem Bild.



02.04.2014 Bericht von Franz Schmidbauer
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Schachverein Regionalligameister

In der 8.Runde der Bayerischen Schachmannschaftsmeisterschaften musste die Erste des Schachvereins Deggendorf gegen den letzten verbliebenen Konkurrenten in Starnberg antreten.
Mit einem 5 : 3 – Sieg machten die Deggendorfer alles klar und sicherten sich bereits vor der letzten Runde Meisterschaft und Aufstieg in die Landesliga. Obwohl die Mannschaft auf Bernd Bauer und Ludwig Bielmeier verzichten musste, konnte von einer ersatzgeschwächten Mannschaft keine Rede sein. An den hinteren Brettern kann der SV ein breites Feld an gleichstarken Spielern aufbieten.
Das erste Ergebnis meldete Andreas Kraus an Brett 6. Im angenommenen Damengambit fand der Starnberger eine interessante taktische Abwicklung, aber der Deggendorfer leitete die Partie mit Schwarz in den sicheren Remishafen. Mit dem nächsten Ergebnis ging Deggendorf bereits in Führung. Mister 100 %, der Jurastudent Petar Krstic, der in dieser Saison noch keinen halben Punkt abgegeben hat, schnappte schon in der Eröffnung einen Bauern nach dem anderen, für die der Gegner keine Kompensation vorweisen konnte und deshalb aufgab.
An Brett 1 war Großmeister Sedlaks Gegner in bedrohliche Zeitnot geraten. Als dieser dann doch den vergifteten h – Bauern schlug, wurde sein König ins Freie gezerrt, was diesem nicht gut bekam.
An Brett 2 hatte Großmeister Delchev Schwierigkeiten mit seinem Gegner. Sogar ein Bauer war ihm schon abhanden gekommen. Bei knapp werdender Bedenkzeit konnte sich jedoch die großmeisterliche Routine durchsetzen.
An Brett 4 konnte man erkennen, dass Alex Stadler an seinem Eröffnungsrepertoire feilt und seinen Nimzoinder gerade noch ins Remis retten konnte. Hubert Firlbecks Wiener Partie führte zu einer aussichtsreichen, jedoch ziemlich komplizierten Angriffsstellung. Sein Angriff unter Opfern führte nicht zum gewünschten Erfolg und der Konter zwang ihn zur Aufgabe.
An Brett 7 und 8 führte Prof. Dr. Grabmeiers Angriff nur zu einem Dauerschach und Dr. Roth konnte den gegnerischen Druck neutralisieren. Endstand 5 . 3 für Deggendorf.

Auch die Dritte des SV hat sich die Meisterschaft in der Kreisliga bereits gesichert. Die Männer um Mannschaftsführer Alexander Lenhard verloren nur einen einzigen Mannschaftskampf und diesen durch einen Aufstellungsfehler .Willi Haimerl, Karl Hilmer, Robert Haselbeck, Rudolf Veitl , Schreiber Egwin, und der Jugendliche Thomas Berthold sammelten die notwendigen Punkte.

Deggendorfs Zweite musste zuhause gegen die auf Grund der Tabellensituation stark eingeschätzten Pockinger antreten. Da diese jedoch mit einer Reihe von Ersatzspielern antraten, hatten die Deggendorfer wenig Mühe, die notwendigen Punkte zu ergattern. Einen schönen Angriffssieg mit Schwarz konnte dabei Deggendorfs stärkster Jugendlicher an Brett 1, Thomas Weiß, gegen den erfahrenen Uwe Franke einfahren. Dann fielen die Punkte wie reife Früchte an die Deggendorfer. Michael Bacholke, Johann Mittermaier , Helmut Ertl , FranzHaselbeck , Franz Schmidbauer und Haimerl Willi. Lediglich Christian Stutzke musste sich mit einem Remis begnügen. Ein nicht in dieser Höhe erwarteter 7,5 : 0,5 – Sieg war der Endstand. Nachdem bereits drei Deggendorfer Mannschaften in den jeweiligen Ligen sich die Meisterschaft gesichert haben, liegt es an der Deggendorfer Zweiten in der letzten Runde gegen Sonnen die Tabellenführung zu verteidigen. Die Aufgabe ist nicht leicht, denn .die Waldler werden sich mit den österreichischen Unterstützern bemühen, den Deggendorfern doch noch die Suppe zu versalzen. Der Aufstiegskonkurrent und Tabellenzweite aus Röhrnbach wird genau verfolgen, was geschieht. Ein 4 : 4 würde dem SV bereits reichen.

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Die Schachpartien zum Nachspielen auf:
http://www.ligamanager.schachbund-bayern.de/bsb/pgn/index.htm?ligaId=447








23.03.2014 Bericht von Franz Schmidbauer
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Schachvereinsjugend erringt Meistertitel

Erstmalig in dieser Saison konnte der Jugendtrainer Michael Bacholke des Schachvereins Deggendorf in der Niederbayerischen Jugendbezirksliga Ost eine Vierermannschaft melden. Diese setzte sich auf Anhieb in der Liga durch.
In der letzten Runde stellte die Mannschaft mit einem glatten 4 : 0 - Sieg gegen Ortenburg den Meistertitel sicher. In den fünf Mannschaftsvergleichen gab das Team nur einen Mannschaftspunkt ab und konnte so mit 9 : 1 Punkten von Anfang an bis zur letzten Runde die Tabellenspitze behaupten. Die Mannschaft um Thomas Berthold mit den Mitspielern Sebastian Köck, Korbinian Deutinger, Tobias Rümmelein, Magdalena Weiß und Timon Weißig gab insgesamt in allen Begegnungen nur 5 Brettpunkte ab. Als Top-Scorer zeichnete sich der erst 10-jährige Sebastian Köck aus, der alle Begegnungen siegreich beendete. Ein schöner Erfolg der noch jungen Mannschaft, die nächstes Jahr eine Klasse höher antreten darf.



Deggendorfer Schachjugend
Das Bild zeigt rechts im Vordergrund Sebastian Köck, im Hintergrund Thomas Berhold.



09.02.2014 Bericht von Franz Schmidbauer und Alex Stadler

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Schachverein führt die Tabellen an

TV Tegernsee gegen SV Deggendorf    0,5 : 7,5

In der 6.Runde der bayerischen Schachligen mussten die Deggendorfer Erste beim TV Tegernsee antreten. Überraschend spielten die Tegernseer ohne ihr internationales Meisterehepaar Vidonyak, was natürlich eine deutliche Schwächung für die Mannschaft bedeutete. Bereits recht früh, etwa nach 2 Stunden, war die erste Partie entschieden und zur großen Überraschung aller, war es Großmeister Nikola Sedlak, der GM Prusikin an Brett 1 keine Chance ließ. Das zweite Ergebnis lieferte an Brett7 Kraus Andreas, der sein völlig ausgeglichenes Turmendspiel dann auch Remis gab . Als Nummer 3 beendete Mister 100%, Petar Krstic, seine Partie. Sein Gegner stellte einen Bauern ein, was leider im darauffolgenden Zug wegen einer Fesselung sogar noch eine ganze Figur gekostet hätte (2,5-0,5). Thomas Weiß, von der zweiten Mannschaft ausgeliehen, führte an Brett 8 die schwarzen Steine , auch wenn er selbst mit seiner Eröffnung nicht ganz zufrieden war, so war sie doch gut genug, um die Donaustädter mit 3,5-0,5 in Führung zu bringen. Als nächster beendete Alex Stadler seine Partie. Mit den schwarzen Steinen spielend, führte er frühzeitig Ausgleich herbei und im Mittelspiel verstand er es, die Pläne seiner gewählten Philidor -Eröffnung erfolgreich umzusetzen. Mit der 4,5 : 0,5 – Führung stand der Deggendorfer Sieg bereits fest. Dann wurde es auf Delchevs Brett 2 wieder spannend. Der Gegner des Großmeisters, Gerhard Lettl, ein ehemaliger Deggendorfer, schaffte es tatsächlich, die restlichen 15 Züge bis zur ersten Zeitkontrolle in 11 Sekunden (!) herunter zu hämmern, jedoch kam ihm dabei ein Springer abhanden. An Brett 6 spielte Ludwig Bielmeier eine gewohnt sichere Partie und lauerte auf positionelle Löcher in der Stellung des Oberbayern und tatsächlich wurde er während gegnerischer Zeitnot fündig und erhöhte auf 6,5-0,5. Den Schluss besiegelte Bernd Bauer an Brett 5. Sein Gegner platzierte seinen Läufer etwas ungeschickt außerhalb des Kampfgeschehens, was dem Deggendorfer , am Königsflügel praktisch mit einer Mehrfigur spielend, zu einem erfolgreichen Durchbruch verhalf. Endstand 7,5-0,5 aus Deggendorfer Sicht. Da die Verfolger Punkte einbüßten, hat der SV einen beruhigenden 3- Punkte- Vorsprung an der Tabellenspitze der Regionalliga SO. In der 7. Runde kommt es dann zum Derby zwischen Deggendorf und Landshut. Die Reserve des SV empfing die ersatzgeschwächte Spielgemeinschaft Haselbach / Castra Batava Passau. Altmeister Georg Reisinger an Brett 8 konnte den unrochierten gegnerischen König in der Brettmitte festhalten und so eine rasche 1 : 0 -Führung erreichen. Lothar Rader überspielte seinen Gegner positionell und baute die Führung weiter aus. Ertl Helmut konnte mit den schwarzen Steinen an Brett 6 zunächst ausgleichen, verlor aber dann den Faden und musste wegen einer drohenden Bauernumwandlung aufgeben. Mannschaftsführer Franz Schmidbauer konnte seinen zunächst zäh verteidigenden Gegner durch einen überaschenden Opfereinschlag am Königsflügel in hoffnungsloser Stellung zum Aufgeben zwingen. Am zweiten Brett war Christian Stutzkes Gegner nicht mehr in der Lage, die vielfältigen Drohungen zu parieren und gab auf. Gleichzeitig konnte Hans Mittermaier ins Remis einwilligen. Sein Gegner sah keine Möglichkeit, trotz Qualitätsvorteil seine Stellung zu verstärken. Damit war der Mannschaftskampf gelaufen, die 4,5 : 1,5 Führung sicher. Michael Bacholke und Franz Haselbeck, der ständig zwei Mehrbauern hatte, verbesserten noch die Gesamtbilanz zum deutlichen 6,5 : 1,5 Sieg, der die Rückeroberung der Tabellenführung in der Bezirksliga Ost bedeutete.

Deggendorfs Dritte musste als Tabellenzweiter zum Tabellenersten nach Vilshofen zum dortigen Schachclub reisen. Nur der Sieger durfte sich noch weiterhin Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Für Höchstspannung war also gesorgt. Für die Führung sorgte Mannschaftsführer Alexander Lenhard, dessen Gegner einen bedrohten Läufer stehen ließ. An Brett 3,4 und 6 siegten der in ausgezeichneter Form spielende Karl Hilmer, Robert Haselbeck, sowie der stark aufspielende Jugendliche Thomas Berthold. Lediglich der bisher an Brett1 unbesiegte Willi Haimerl musste sich dieses Mal seinem Gegner beugen. Ein glückliches Remis zum 4,5 : 1,5 Endstand steuerte noch Egwin Schreiber bei, denn er hatte bereits die Bedenkzeit überschritten, was der Gegner aber nicht bemerkt hatte. Dieser Sieg hatte den Tausch der Tabellenplätze zur Folge. Weiterhin recht erfolgreich agiert die Deggendorfer Jugendmannschaft des SV in der Jugend- zirksliga Ost. Gegen die stark eigeschätzte und deutlich ältere Jugend des TSV Aidenbach konnten sich die Deggendorfer mit einem 2 : 2 behaupten, Thomas Berthold mit einem Remis, Sebastian Köck mit einem weiteren Sieg, sowie Timon Weißig ebenfalls mit Remis. Lediglich Korbinian Deutinger musste sich geschlagen geben. Auch in dieser Liga stehen die Deggendorfer an der Tabellenspitze.

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Die Schachpartien zum Nachspielen auf:
http://www.ligamanager.schachbund-bayern.de/bsb/pgn/index.htm?ligaId=447

 

 

 

27.01.2013 Bericht von Franz Schmidbauer und Andreas Krauß
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SV Deggendorf festigt Tabellenführung durch ein 5:3 gegen Trostberg

Erster gegen Zweiten. Mit dieser Spitzenpaarung startete die Regionalliga ins neue Jahr. Gegner des Tabellenführers aus der Donaustadt war diesmal der Schachklub aus Trostberg. In den letzen Spielzeiten kassierte man gegen diesen Gegner ausschließlich Niederlagen. Deshalb gingen die Deggendorfer mit einigem Respekt in diesen Mannschaftskampf und setzte dabei auf die Unterstützung ihrer Großmeister aus Serbien und Bulgarien.

Das erste Ergebnis lieferte dann Brett 7. Der Deggendorfer Routinier Ludwig Bielmeier hatte in der Eröffnung einen Bauern für eine schnelle Entwicklung geopfert. In einer gedrückten Stellung forcierte deswegen der Trostberger ein Remis durch Zugwiederholung.

Im Duell der Großmeister am Spitzenbrett einigten sich kurz darauf der Trostberger GM Tibor Fogarasi und der Deggendorfer GM Nikola Sedlak auf remis. Durch einige schlechte Resultate in der jüngsten Vergangenheit verunsichert, spielte der Deggendorfer diesmal auf Sicherheit und erreichte ohne Schwierigkeiten Ausgleich mit Schwarz.

Unmittelbar danach gelang den Deggendorfer dann die Führung. GM Delchev an Brett 2 hatte seinen Gegner durch präzises Positionsspiel überspielt. Als Materialverlust nicht mehr zu vermeiden war, gab der Trostberger im 31. Zuge auf. Dieser Sieg war der 14 Sieg des bulgarischen Nationalspielers in seinem 14. Kampf in der Regionalliga.

Unmittelbar danach mussten die Donaustädter dann allerdings den Ausgleich hinnehmen. Dem Deggendorfer Hubert Firlbeck war die Eröffnung missglückt. Trotz heftiger Gegenwehr konnte er an Brett 5 die Niederlage nicht vermeiden.

Dem Neu-Deggendorfer Bernd Bauer an Brett 6 gelang aber unmittelbar danach die erneute Führung. Ein blitzsauber geführter Königsangriff in einem Najdorf-Sizilianer bedeutete das 3:2 – eine beeindruckende Leistung.

Der Sieg an Brett 3 zum 4:2 führte dann zur Vorentscheidung. Der Belgrader Student Petar Krstic hatte durch aktives Figurenspiel seinen Gegner unter Druck gesetzt. Ein Fehlgriff in Zeitnot brachte dann die schnelle Entscheidung.

So konnten die Deggendorfer auch das zwischenzeitliche 4:3 verkraften. An Brett 8 hatte Prof. Dr. Grabmeier nach einer zähen Verteidigungsschlacht im Endspiel die Abwicklung ins Remis übersehen und musste dann doch noch in einem verlorenen Bauernendspiel aufgeben.

Da Alex Stadler an Brett 4 frühzeitig eine Gewinnstellung erkämpft hatte, konnten die Deggendorfer diesen Rückschlag jedoch verkraften. Durch ein trickreiches Turmopfer in der Eröffnung hatte der Deggendorfer letztlich zwei Bauern gewonnen und diesen Vorteil routiniert in ein gewonnenes Endspiel abgewickelt. Als die letzten technischen Schwierigkeiten beseitigt waren, gab der Trostberger dann zum 5:3 Endstand auf.

Durch diesen Sieg haben nun die Deggendorfer Tabellenführer ihren Vorsprung auf 2 Punkte ausgebaut; als nächster Prüfstein wartet nun am 9. Februar der Ex-Bundesligist aus Tegernsee, der ebenfalls 2 Großmeister in seinen Reihen aufzuweisen hat.

Deggendorfs Zweite musste in der Bezirksliga Ost in Ortenburg antreten. Obwohl die Niederlagen von Weiß Thomas und Bacholke Michael gegen die wohl stärksten Spieler dieser Liga ( Thanner jun. und sen.) an den ersten beiden Brettern einkalkuliert waren, reiste die Mannschaft recht zuversichtlich nach Ortenburg. An den restlichen Brettern (3-6) waren die Deggendorfer nämlich um ca. 200 -300 Wertungspunkte stärker aufgestellt. Offenbar hatten die Deggendorfer aber ihren Gegner unterschätzt. Nach kurzer Zeit musste Hans Mittermaier an Brett 6 nach Turmverlust bereits die Segel streichen. An Brett 7 fand Rader Lothar die gewinnbringende Fortsetzung in seiner klar vorteilhaften Stellung nicht und verlor sogar noch die Dame und Partie. Die Siege von Haselbeck Franz (Brett 4) und Franz Schmidbauer

(Brett 5) konnten nicht mehr viel ändern, denn Reisinger Georg musste an Brett 8 ins Remis einwilligen und an Brett3 hatte Stutzke Cristian einen Bauern eingebüßt, so dass sich eine überraschend klare 5,5 : 2,5 Niederlage aus Deggendorfer Sicht ergab.

Zeitgleich empfing die Deggendorfer Dritte zuhause die zweite Mannschaft des Ortenburger Schachklubs und machte ihre Sache deutlich besser. Ein ungefährdeter überlegener 5,5 : 0.5- Sieg unterstrich die gute Form der Mannschaft. Alexander Lenhard, Willibald Haimerl, Veitl Rudolf, Hilmer Karl und Schreiber Egwin konnten ganze Punkte einfahren, lediglich Youngster Thomas Berthold musste sich diesmal mit einem Remis begnügen.

Momentan belegen Deggendorf 2 und 3 jeweils den 2.Platz in der Tabelle und man darf nach wie vor von der Meisterschaft träumen.

Die Deggendorfer Jugendmannschaft macht in der Jugendbezirksliga Ost weiterhin ihre Sache recht gut, denn durch einen knappen 2,5 – 1,5- Sieg gegen den SC Sonnen konnte sie sich an die Tabellenspitze setzen. Sebastian Köck holte bereits seinen zweiten Punkt, Magdalena Weiß kam kampflos zum Punkt und Weißig Timon steuerte das Remis bei.


SV Degggendor - SK Trostberg (Zwei GM an Brett 1)

Bild vom Mannschaftskampf SV Deggendorf – SK Trostberg: Duell derGroßmeister Tibor Fogarasi (Trostberg) gegen Großmeister Nikola Sedlak (Deggendorf) an Brett 1.



 

 

14.12.2013 Bericht von Franz Schmidbauer
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Schachverein Deggendorf 1 erreicht mit Müh und Not ein Unentschieden in Waldkraiburg
 

Als unangefochtener Tabellenführer reiste die erste Mannschaft des Schachvereins Deggendorf nach Waldkraiburg. Von Überlegenheit konnte aber trotz des Einsatzes von Großmeister Nikola Sedlak und Petr Krstic keine Rede sein. Die Heimmannschaft bot auf 5 von 8 Brettern jeweils den stärkeren Spieler nach Wertungszahl auf. Kritisch wurde es nachdem Großmeister Sedlak an Brett 1 nach relativ kurzer Zeit überraschend in schlechte Stellung im Königsgambit geriet – eine völlig unnötig riskante Eröffnungwahl des Serben, der aber dann doch noch zum Remis abwickeln konnte. Deggendorf hatte aber hier eigentlich einen sicheren Punkt eingeplant. Zu diesem Zeitpunkt hatte Alex Stadler an Brett 3 sich bereits für eine Dreifachwiederholung und damit Remis entscheiden müssen. An Brett 5 wurde Bernd Bauer mit einem frühen Damenturmmanöver über das ganze Brett und einem Opfereinschlag vor dem König mit baldigem schlechten Ende für den Deggendorfer konfrontiert. Auf Brett 7 schlug daher Andreas Krauß nach Konsultation mit dem Mannschaftsführer Hubert Firlbeck ein Remisangebot aus und stellte sich – in letzter Konsequenz aber ohne Erfolg – im Mannschaftssinne dem Kampf in einer nicht schlechter für ihn eingeschätzten Stellung. Firlbeck selbst – nicht in konstitutionell bester Form - steuerte ein Remis bei, so dass der Wettkampf in gefährliche Verlustnähe kam. Der in dieser Saison super aufspielende Ludwig Bielmeier auf Brett 6 gewann seinen Kampf durch die bessere Vorberechnung, so dass sein Bauer zur Wandlung in die Dame nicht mehr aufgehalten werden konnte, während er den entsprechenden Bauern des Gegners mit dem König stoppen konnte. Der „Anschlusstreffer“ war gelungen. Souverän mit dem 4. Sieg in Folge und damit der besten Bilanz aller Deggendorfer zeichnete sich ab, dass Petr Krstic an Brett 2 den Kampf zum Ausgleich bringen konnte. Alles hing daher an Brett 8. Prof. Dr. Johannes Grabmeier hatte dort mit den schwarzen Steinen gegen seinen stärkeren Gegner von Anfang an die Vorherrschaft auf dem Brett übernommen, auch wenn die Umsetzung dann doch schwieriger als erwartet sich gestaltete. In genau einer Stellung hätte er mit einem Läuferopfer entscheidenden Vorteil erreichen können und das Blatt zugunsten der Deggendorfer noch wenden können. Da er aber bei beginnender Zeitnot in den durchzurechnenden Varianten einen entscheidenden Zwischenzug übersehen hatte, wählte er doch eine andere Variante und die Partie endete nach einigem Hin und Her Remis und damit auch der Wettkampf insgesamt mit 4:4. Beim nächsten Kampf am 19.01. um 10:00 im 2. Stock des Stadthotel (Zuschauer willkommen!) kommt es schon zum entscheidenden Aufeinandertreffen von Platz 1 (Deggendorf) mit Platz 2 (Trostberg) nach dem Trostberg den Mitfavoriten Gräfelfing mit einem Kantersieg von 7:1 nach Hause geschickt hatte.

Die 2.Mannschaft empfing zu Hause den Tabellenführer der Bezirksliga Ost, den SV Röhrnbach 2. Gegen die an den vorderen Brettern sehr starken Landesligareservisten konnte Deggendorf eine an den hinteren Brettern nominell stärkere Mannschaft aufbieten, so dass der Ausgang ziemlich offen war. So ging Deggendorf mit Hans Mittermaier an Brett 7, der seinem Gegner mit einem überraschenden Läuferschach die Rochade und das gesamte Spiel vermasselte, in Führung. In einer zweischneidigen Stellung, bei der Schmidbauer bereits zwei Bauern weniger hatte, aber dafür gewaltigen Entwickungsvorsprung, konnte der Deggendorfer den unrochierten feindlichen König in der Mitte festhalten und schließlich mattsetzen. Dann musste der Jugendliche ThomasWeiß an Brett 1 gegen den erfahrenen Landesligaspieler Erik Lipok nach Figurenverlust die Segel streichen. Franz Haselbeck an Brett 5 hatte zwischenzeitlich dank seiner harmonischen Figurenaufstellung ein Mattnetz gestrickt, das sein Gegner nur noch mit schweren Opfern zerreißen konnte und deshalb aufgab. Trotz der 3 : 1 – Führung war die Lage der Donaustädter nicht rosig. An Brett 2 und 3 waren Dr. Peter Roth und Michael Bacholke unter Druck geraten und kämpften um das Remis. Bei Christian Stutzke (Brett 4) war die bis dahin vorteilhafte Stellung gekippt und lediglich Helmuth Ertl am letzten Brett machte auf Grund seines Mehrbauern Gewinnaussichten geltend. Ertl führte sein Turmendspiel zum Sieg, während Bacholkes Gegner wegen der zähen Verteidigung des Deggendorfers keinen Gewinnweg fand und so in ein Remis einwilligte. Dr. Roths Verteidigung hielt dagegen nicht länger stand. In der letzten Partie des Tages hatte Stutzkes Gegner in seinem Siegeswillen die Stellung überzogen und sogar noch verloren. Der Sieg der Deggendofer fiel mit 5,5 : 2,5 dann doch etwas zu hoch aus. Damit konnte sich der SV an die Spitze der Tabelle setzen.

Die 3. Mannschaft des SV musste in Sonnen antreten. Leider wurde der am Brett erspielte 5,5 : 0,5 – Sieg durch einen Aufstellungsfehler zunichte gemacht, so dass der Vergleich nach den Statuten mit 5 : 1 für Sonnen gewertet wurde.

Das Debut der erstmals in dieser Saison in der Jugendbezirksliga Ost gestarteten Jugendmannschaft des SV gestaltete sich dagegen positiv. Die Jugendlichen bzw. Kinder konnten bei Gardez Viechtach einen knappen 2,5 : 1,5 Sieg erreichen. Thomas Berthold, Sebastian Köck konnten mit Siegen und Weiß Magdalena mit einem Remis den Mannschaftssieg sicherstellen.


Schachjugend in Deggendorf

Foto der erfolgreichen Jugendmannschaft(v.l.):
Michael Bacholke (Trainer), Thomas Berthold, Sebastian Köck , Magdalena Weiß und Korbinian Deutinger.

 

 

 

 

24.11.2013 Bericht von Franz Schmidbauer
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Schachverein weiterhin auf der Siegerstraße

In der 3.Runde der Mannschaftsvergleiche der bayerischen Schachvereine agierten die drei Deggendorfer Mannschaften wieder recht erfolgreich. In der Regionalliga Südost stand das Lokalderby gegen den SK Landau- Dingolfing 1, dem diesjährigen Aufsteiger aus der Niederbayernliga, auf dem Spielplan. Die von den Ratingzahlen her schon deutlich stärkeren Deggendorfer ließen dann auch keinen Zweifel am Ausgang des Mannschaftskampfes.

An Brett 1 hatte sich Großmeister Alexander Delchev auf ein etwas zweifelhaftes Eröffnungsexperiment im Sizilianer eingelassen und landete nach eigener Einschätzung in einer „ bad position“. Dank großmeisterlicher Routine konnte er dann aber doch seine Stellung Zug um Zug verbessern und schließlich Martin Christlmeier durch Bauerngewinn besiegen. Petar Krstic ( Brett 2) und Bernd Bauer (Brett 5), mit ungefährdeten Siegen, sowie Andreas Krauß mit einem Remis in unklarer Stellung, sorgten nach drei Stunden Spielzeit für eine komfortable 3,5 : 0,5 – Führung des SV. Innerhalb der nächsten Stunde konnten Alex Stadler (Brett 3), Dr. Johannes Grabmeier (Brett 8) und Ludwig Bielmeier (Brett 6) ihre vorteilhaften Stellungen zum Gewinn führen. Lediglich Hubert Firlbeck musste sich gegen den Seniorenmeister Kurt Hähnlein mit viel Übersicht wehren, um noch zum Remis zu gelangen. Endstand 7 : 1 für die Deggendorfer. Für Landau- Dingolfing dürfte der Ligaerhalt schwierig werden.

Die Deggendorfer Zweite musste zur Spielgemeinschaft Freyung – Kreuzberg anreisen.

Hier konnte der SV durch Haselbeck Franz an Brett 4 nach einem schweren Eröffnungsfehler seines Gegners bereits nach 14 Zügen eine Figur gewinnen, was seinen Gegner zur sofortigen Aufgabe veranlasste. Helmut Ertl (7) ließ die Dame seine Gegners aus einer Fesselung nicht mehr entkommen. Jugendspieler Thomas Weiß (Brett1) wurde leider in bereits vorteilhafter Stellung durch den starken Freyunger Coduro auf der Grundlinie mattgesetzt. Danach gewannen jedoch Georg Reisinger, der einen Freibauern verwertete und Hans Mittermaier, der seine Gegner positionell überspielte und dadurch Material gewann. Angesichts des günstigen Spielstands gaben Dr. Peter Roth und Michael Bacholke in noch ungeklärten Stellungen Remis. Lothar Rader war stellungsmäßig und materiell im Nachteil, hätte aber das Blatt im 40.Zug durch Damengewinn wenden können. Leider übersah er diese Möglichkeit, so dass der Endstand 5 : 3 für Deggendorf lautete. In der nächsten Spielrunde kommt es zu einer Vorentscheidung, denn dann trifft Deggendorf 2 auf die Landesligareserve von Röhrnbach, die ebenfalls noch ungeschlagen die Tabelle anführt.

Auch die Deggendorfer Dritte konnte ihre Begegnung mit der Spielgemeinschaft Regen – Viechtach 2 wiederum siegreich gestalten. Es siegten in dieser Reihenfolge: Alexander Lenhard, Haselbeck Robert, Berthold Thomas, Willi Haimerl und Karl Hilmer. Lediglich Rudi Veitl musste in ein Remis durch Dauerschach einwilligen. Das Endergebnis lautete hier 5,5 : 05 für den SV Deggendorf.

Analyse mit GM Delchev

Bild: Großmeister Alexander Delchev analysiert mit den Deggendorfer Spielern Alex Stadler, Andreas Kraus und Hubert Firlbeck Partien (v.l.)

 

 

10.11.2013 Bericht von Franz Schmidbauer
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Schachverein Tabellenführer

In der 2.Runde der Schachmannschaftsmeisterschaften konnten sich die 1. und 3. Mannschaft des SV Deggendorf jeweils in ihren Ligen an die Tabellenspitze vorarbeiten.
Die Zweite war spielfrei.

Die erste musste beim Regionalligisten in Ebersberg antreten. Die Deggendorfer waren in starker Aufstellung angereist und lieferten die erwartete souveräne Vorstellung ab. Alex Stadler (Brett 4) konnte durch ein schönes Damenopfer, das in der Gesamtbilanz einen Figurengewinn einbrachte, den SV mit 1:0 in Führung bringen. Neuzugang Bernd Bauer steuerte an Brett 6 ein sicheres Remis bei. Die nächsten Punkte sammelten die beiden für Deggendorf spielenden Großmeister Alexander Delchev und Nikola Sedlak an Brett 2 und 1ein. Delchev drang mit seinen Türmen über die g-Linie in die feindliche Stellung. Sedlak konnte seinem Gegner im 17.Zug einen Bauern abnehmen. Der Ebersberger konnte sich zwar noch über die erste Zeitkontrolle retten, wollte aber das für ihn verlorene Endspiel nicht weiterspielen. Petar Krstic (Brett 3) kam in seiner lange remisverdächtigen Stellung durch das wohl etwas ungenaue Spiel seines Gegners doch noch zum vollen Punkt. Hubert Firlbeck konnte einen Turm seines Gegners und damit den ganzen Punkt einkassieren. Ludwig Bielmeier und Andreas Kraus (Brett 7 und 8) waren immer auf der sicheren Seite und gaben ihre Partien remis. Endstand: 6,5 : 1,5.

Die Deggendorfer Dritte ( eine ideale Mischung aus alten Hasen und nach vorne drängendem Nachwuchs) trat in der Kreisliga beim noch nicht lange bestehenden Schachklub Gotteszell an. Einen sehr guten Start legte der erstmalig für den SV spielende Schüler Sebastian Köck hin. An Brett 6 konnte er seinen Gegner überspielen und für die 1: 0- Führung sorgen. Sebastian spielte bereits für die bei der Bayerischen und Deutschen Grundschulmeisterschaft äußerst erfolgreiche Mettener Grundschule. Weitere Siege holten in dieser Reihenfolge : Alexander Lenhard, Thomas Berthold, Willi Haimerl und Veitl Rudolf, während Haselbeck Robert seiner Gegnerin, der einzigen Dame in der Mannschaft, den Punkt überließ. Der Endstand lautete hier 5 : 1 für den SV Deggendorf.

Der für den SV spielende bulgarische Großmeister Alexander Delchev nahm an der kürzlich beendeten Internationalen Bayerischen Meisterschaft in Bad Wiessee teil. Unter 480 Teilnehmern, darunter 20 Großmeister und eine Vielzahl internationaler Meister und Fidemeister konnte er sich mit 8 Punkten aus 9 Runden den Titel sichern. Ein bemerkenswerter Erfolg für den sympathischen Großmeister aus Bulgarien, der auch schon den Titel eines Europameisters trug.

 

 

 

13.10.2013 Bericht von Franz Schmidbauer
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Erfolgreicher Auftakt des Deggendorfer Schachvereins

Alle drei Deggendorfer Schachmannschaften konnten in der ersten Runde der Mannschaftsmeisterschaften ein recht überzeugendes Ergebnis vorweisen.

Eine Nervenzerreißprobe der besonderen Art mutete sich dabei die 1. Mannschaft zu, die in der Regionalliga bei Gräfelfing 1 antreten musste. Weil 5 Minuten vor 11.00 Uhr die beiden Deggendorfer Spitzenbretter noch immer nicht besetzt waren, machte sich Gräfelfing berechtigte Hoffnungen auf zwei kampflose Brettpunkte. Soweit kam es aber nicht, denn 3 Minuten später kamen die beiden für Deggendorf spielenden Großmeister Sedlak und Delchev trotz Anreiseschwierigkeiten in das Spiellokal gerannt, legten ein blitzsauberes Spiel im Schnellschachmodus hin und gewannen ihre Partien. Da zu diesem Zeitpunkt die Deggendorfer Firlbeck , Bielmeier und Krstic (Brett 5, 7 und 3) bereits mit Siegen in Führung gegangen waren, war der Mannschaftskampf gelaufen. An Brett 6 hatte der Deggendorfer Neuzugang Bernd Bauer mit dem 13-jährigen Riesentalent Arshak Ovsepyan, der bereits im letzten Deggendorfer Open auf sich aufmerksam machte, einen starken Gegner, der gekonnt das Springerendspiel gewann. An Brett 8 musste sich Prof. Dr. Grabmeier dem glänzenden Mittelspiel seines Gegners beugen. Stadler steuerte an Brett 4 noch ein Remis gegen einen wertungsmäßig deutlich stärkeren Gegner bei. Endstand: Gräfelfing1 gegen Deggendorf1 2,5 :5,5.

Deggendorfs Zweite empfing zuhause die Spielgemeinschaft Regen / Viechtach 1. Der SV konnte an Brett 4 durch Schmidbauer schnell in Führung gehen, die aber durch die Niederlage des in dieser Saison an Brett 1 spielenden starken Jugend-lichen Weiß Thomas egalisiert wurde. Es folgten noch 3 Remis durch Ertl, Bacholke und Mittermaier ( Brett 7, 2 und 5), sodass keine Mannschaft in Führung gehen konnte. In der Schlussphase setzten sich die Deggendorfer aber dann doch klar mit Siegen von Rader, Oberberger und Haselbeck Franz durch. Auch hier lautete der Endstand 5,5 : 2,5 für Deggendorf.

Deggendorf 3 musste ins Rotttal reisen, um dort gegen die schwer einzuschätzende Kreisligamannschaft zu bestehen. Mit 5,5 : 0,5 konnten die Deggendorfer diese Aufgabe aber klar meistern. Weißig Kersten, Veitl. Lenhard, Haimerl und Berthold Thomas siegten. Das Remis lieferte Haselbeck Robert.

Der niederbayerische Pokalmeister SV Deggendorf hatte in der Bayerischen Pokalmeisterschaft mit dem Zweitbundesligisten SC Garching ein hartes Los gezogen. Um so beachtlicher war das Endergebnis von 2 : 2, das jedoch auf Grund der besseren Berliner Wertung für Garching zum Weiterkommen reichte.

Am 25.Oktober beginnt auch wieder die Stadtmeisterschaft im Schach. Anmeldungen sind über die Homepage des SV oder bei Vorstand Franz Schmidbauer (Tel. 23442) möglich. Eine Mitgliedschaft im SV ist nicht Voraussetzung.



 

 

 

01.10.2013 Bericht von Franz Schmidbauer
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          Frau Sophia Frey

Frau Sophia FreyDer SV Deggendorf trauert um sein langjähriges, treues Mitglied Frau Sophia Frey.
Frau Frey verstarb am 1.Oktober 2013 im 94.Lebensjahr. Über 30 Jahre übte sie
in der Vorstandschaft das verantwortungsvolle Amt des Kassiers aus .
Bei allen Veranstaltungen des SV konnten wir stets auf ihre tatkräftige
Mitarbeit bauen. Sie wusste auch noch vieles über die Zeit des Neuanfangs
des SV Deggendorf in den Nachkriegsjahren zu berichten.
Leider ist diese Quelle nun versiegt.

Für ihre Verdienste wurde Frau Frey im Jahre 2005
mit der Ehrenmitgliedschaft des SV Deggendorf ausgezeichnet.
 



Danke.

 

 

 

 

 

 

 

 

14.05.2013 Bericht von Franz Schmidbauer
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SV Deggendorf sichert sich Niederbayernpokal

 

Mit 3,5 : 0,5 gewannen die Deggendorfer Schachspieler gegen den SV Röhrnbach zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das niederbayerischen Mannschachtspokalfinale. Damit gelang den Donaustädtern die Revanche für die Finalniederlage im letzten Jahr gegen den Landesliga-Aufsteiger.

Beide Mannschaften nahmen dieses Cupfinale sehr ernst und traten in bärenstarker Aufstellung an. Röhrnbach setzte dabei mit dem internationalen Meister Peter Schmidt, Uwe Kleibel, Franz Schmid und FIDE-Meister Roland Knechtel auf die bewährten Kräfte, die den Landesliga-Aufstieg sicherten. Deggendorf trat hingegen mit Großmeister Nikola Sedlak, Großmeister Alexander Delchev, Petar Krstic und Ludwig Bielmeier an.

 Für den Wettkampf an vier Brettern waren also vier Titelträger am Start, wobei Deggendorf mit dem nominell stärkeren Team die Favoritenrolle innehatte.

Die erste Entscheidung fiel dann an Brett 4 zwischen dem Deggendorfer Ludwig Bielmeier und dem Röhrnbacher FM Roland Knechtel. Der Röhrnbacher hatte bei den Mannschaftskämpfen im Februar gegen den gleichen Gegner noch gewonnen und wählte auch dieses Mal dem gleichen Partieaufbau. Ludwig Bielmeier war aber bestens präpariert und profitierte dabei von den Analysen seiner großmeisterlichen Vereinskameraden. Statt mit Mehrbauern auf Gewinn zu spielen, zwang er seinen Gegner lieber zu einer Stellungswiederholung, eine taktisch sicher richtige Entscheidung.

 Unmittelbar danach gelang dann den Deggendorfern die Führung. Petar Krstic - bereits in seiner 5. Saison für Deggendorf  - ging aus einer verwickelten Abtauschaktion mit einem Mehrbauern hervor – und konnte diesen Vorteil erstaunlich schnell verwerten. Obwohl nicht fehlerfrei gespielt, eine sehr ansprechende Leistung, zumal der Jura-Student mitten in den Prüfungsvorbereitungen steckte.

 Zu diesem Zeitpunkt hatte der für Deggendorf spielende bulgarische Großmeister Alexander Delchev an Brett 2 bereits eine sehr ansprechende Stellung erhalten, ein verzweifeltes Qualtätsopfer seines jugendlichen Gegners Uwe Kneibel wurde kühl ausgekontert. Kurz darauf musste Uwe Kleibel aufgeben. Für Alexander Delchev der 11. Sieg im 11. Spiel für Deggendorf – Dies zeigt, welchen Ausnahmekönner hier die Deggendorfer in ihren eigenen Reihen haben.

Spannend und undurchsichtig verlief dagegen die Partie an Brett 1 mit Großmeister Nikola Sedlak in seinem ersten Spiel für die Donaustädter gegen den besten Röhrnbacher, dem Routinier IM Peter Schmidt. IM Schmidt wählte die königsindische Verteidigung, GM Sedlak opferte zeitweise 2 Bauern, um seine Figuren in aktive Stellung zu bringen. Es war schwer einzuschätzen, wer wohl hier die Oberhand behalten würde.  Erst nach der Zeitkontrolle war dann den zahlreichen Kiebitzen klar, dass der Deggendorfer GM Sedlak auch hier die Oberhand behalten würde. Mehrbauer und die überlegene Figurenstellung machten das Endspiel für IM Schmidt hoffnungslos, der die Partie aufgab, ohne weiter die Endspieltechnik des Deggendorfers testen zu wollen.

 Nach diesem Pokalsieg werden nun die Deggendorfer Niederbayern im Mannschaftspokal  auf bayerischer Ebene vertreten. In dieser Aufstellung ist den Denksportlern auch hier einiges zuzutrauen.

 In den letzten Runden der Mannschaftsmeisterschaften konnten die Deggendorfer keinen Boden mehr gut machen. So verlor  in der Regionalliga die ersatzgeschwächte Erste des SV gegen SC Tegernsee klar mit 6 : 2. Der Ligaerhalt war jedoch bereits gesichert.  Meisterschaft und Aufstieg  in die Landesliga erkämpften sich die Röhrnbacher Schachfreunde. Deggendorfs Zweite konnte sich noch vor dem Spiel gegen Passaus Zweite Hoffnungen auf den Aufstieg in die Niederbayernliga machen. Aber zwei unnötige Niederlagen von Schmidbauer und Feichtinger  in für beide klar vorteilhaften Stellungen machten diese Träume zunichte. So blieb nach einer deutlichen 6 : 2 – Niederlage nur der ehrenvolle 2. Platz in der Bezirksliga. Ebenfalls einen 2. Platz konnte die 3. Mannschaft in der Kreisliga erringen, der zum Aufstieg in die Bezirksliga berechtigt. Da hier mit Achtermannschaften  gespielt wird, ist allerdings noch eine personelle Verstärkung notwendig -  eine Möglichkeit zum Einsteigen in den Schachsport  für junge Nachwuchsspieler.

In der letzten Aprilwoche wurde auch die7. und letzte Runde der Deggendorfer Schach - Stadtmeisterschaft durchgeführt. Unter 16 Teilnehmern konnte sich „ Oldie“ Franz Schmidbauer überraschend mit 5,5 Punkten den Meistertitel 2013 sichern und zum Teil deutlich höher eingeschätzte Teilnehmer auf die Plätze verweisen. Mit  5,0 Punkten folgten auf Platz 2 und 3 Ludwig Bielmeier und Lothar Rader.

Jeden ersten Freitag des Monats führt der SV im Kolpinghaus ein  Schnellschachturnier mit 15 Minuten Bedenkzeit durch.
Die Teilnahme von Nichtmitgliedern ist durchaus erwünscht.


 

... weitere Berichte von Franz Haselbeck und Franz Schmidbauer in unserem Zeitungsarchiv:

Jahr 2011 und 2012: zeitung11.htm 

zeitung10.htm - zeitung09.htm - zeitung08.htm - zeitung07.htm - zeitung06.htm - zeitung05.htm